49. ADAC Total 24h-Rennen 2021 | ADAC 24h Classic | Rennen

Hauptkategorie: News
  • ADAC 24h Classic
  • Im Rahmen des „49. ADAC Total 24h-Rennen 2021“
  • Veranstalter: ADAC Nordrhein e.V., Köln
  • Nordschleife und GP-Strecke, 25378 m
  • DMSB Reg.-Nr.: R-12453/21
  • Wetter: Starkregen, Nebel, Hagel

Zeitplan "ADAC 24h-Classic"*

Donnerstag, 3. Juni 2021
16:25-18:15 Uhr ADAC 24h-Classic | Gesamtstrecke | Qualifying Ergebnisse (PDF)
Freitag, 4. Juni 2021
09:45-10:05 Uhr ADAC 24h-Classic | Gesamtstrecke | Einführungsrunde  
10:05-13:05 Uhr ADAC 24h-Classic | Gesamtstrecke | Rennen (180 Min.)  

Das Rennen

  • Zahlreiche Führungswechsel und turbulente Startphase
  • Renn-Unterbrechung wegen wechselnder Witterungsverhältnisse
  • Drei Marken auf dem Podium

Dass im Rahmen der ADAC Total 24h auf dem Nürburgring die 24h Classic stattfinden hat schon Tradition. Seit Jahren ist das Rahmenrennen mit wunderschönen mit Autos aus mehr als 60 Jahren ein Garant für spannenden und spektakulären Motorsport. 2021 ging die nun schon 29. Auflage an den Start. Insgesamt qualifizierten sich sensationelle 179 Fahrzeuge dieses Jahr für die 24h Classic.

#504, Chris Esser/Nico Verdonck, Opel Kadett

Favoritensterben und Wetterkapriolen

Pünktlich um 10:00 Uhr wurde die erste von drei Startgruppen auf die Reise geschickt. Gleich am Start konnten sich die Busch Zwillinge in ihrem TwinBusch Porsche deutlich absetzten, allerdings wurde die rasante Fahrt nach ca. einer Stunde abrupt gestoppt, da der Porsche #512 um 1dB zu laut war. Die Führung übernahm zunächst der Porsche 911 RSR mit der Startnummer 502, wurde aber sofort von Michael Küke in einem weiteren Porsche 911 unter Druck gesetzt und ein spannender Fight um die Spitze zeichnete sich ab.

Nach rund 75 Rennminuten zeigte die Nordschleife wieder einmal ihre typische wankelmütige Witterung und im Bereich Schwedenkreuz-Flugplatz setzte Regen ein. Fast im gleichen Moment musste der Gesamtführende Grieseman mit seinen Porsche 911 RSR nach einem Dreher in der Hohenrain-Schikane abstellen. Der mittlerweile sehr starke Regen sorgte in der Anfahrt Ahremberg reihenweise für Abflüge, auch Vorjahres-Sieger Andreas Gülden crashte spektakulär durch das auf der Strecke stehende Wasser.

In der Folge entschied sich die Rennleitung zur Sicherheit aller, das Rennen mit der roten Flagge vorrübergehend zu stoppen. Um 12:10 gingen die Fahrzeuge dann hinter dem Safetycar wieder auf die neue Einführungsrunde. Die Frage nach der richtigen Reifanwahl stellte sich in der ganzen Boxengasse, da die Bedingungen über eine Runde verteilt nicht unterschiedlicher sein konnten. Von knochentrockenen Bedingungen auf der GP-Strecke über heftigen Regen in Breitscheid und Kesselchen, Hagel in Metzgesfeld bis hin zu langsam abtrocknender Strecke mit Sonnenschein am Schwedenkreuz boten die 25km Nordschleife alles was es an Bedingungen gibt. Zum Re-Start wurde es daher in der Boxengasse noch einmal richtig hektisch, da alle die versucht hatten auf profillosen Slicks zu starten auf die Regenreifen wechselten.

Turbulente zweite Startphase und Herzschlagfinale

Die erste Runder nach dem Re-Start stand der turbulenten ersten Startphase in nichts nach. Bereits vor dem Restart sorgte in der Startgruppe zwei ein Mercedes mit einem Dreher ohne Einschlag am Schwedenkreuz schon für einen erhöhten Herzschlag. Dieser Streckenabschnitt war nach dem Re-Start auch der Schaupunkt eines spektakulären Unfalls. Der Gof1 GTI mit der #322 räumte nach einem Dreher den Porsche 911 RSR IMSA mit Ruben Zeltner am Steuer ab und beide Fahrzeuge schlugen heftig in die Leitplanken ein, was eine Code 60 zur Folge hatte. Der Opel Kadett C von Adrian und Jonas Rammele quittierte knapp 11 Minuten vor Ablauf der Zeit seinen Dienst und blieb antriebslos auf der Anfahrt Quittelbacher Höhe mitten auf der Strecke stehen.

Die Rennleitung hatte bereits vor dem Re-Start das Fenster für den Pflichtboxenstopp aufgehoben. Dies führte zu etlichen Boxenstopps in den letzten zehn Minuten der Rennzeit. So tauchte plötzlich acht Minuten vor Schluss der Porsche Carrera 964 Cup #495 mit Ivan Reggiani am Steuer an der Spitze des Klassements auf. Das Fahrzeug wurde auch nach den drei Stunden als erstes abgewunken. Da aber beim Pflichtboxenstopp die Mindeststandzeit unterschritten wurde bekam das Fahrerduo Reggiani/Jacoma eine Zeitstrafe und rutschte im Tableau nach unten.

Am Ende durfte sich der Porsche #578 mit Ingo Pütz und Christoph Breuer am Steuer über den Gesamtsieg freuen. "Die Startphase war ganz gut und wir konnten uns aus sämtlichen Ärger heraushalten. Das wir dann beim Re-Start direkt nach der Einführungsrunde auf Regenreifen gewechselt haben war die goldrichtige Entscheidung. Am Ende wurde es dann doch schon fast wieder zu trocken für Regenreifen, aber es hat ja gerade so gereicht und wir freuen uns riesig über unseren Sieg," jubelte Christoph Breuer.

Nur 3,7 Sekunden dahinter passierte der Opel Kadett #504, pilotiert von Chris Esser und Nico Verdonck, auf Platz zwei die Ziellinie. "Das Rennen war eine echte Herausforderung, besonders am Start, da unser Auto auf der Bremse nicht das Beste ist, aber dafür in den Kurven durch das tolle Handling einen Vorteil hat. So konnten wir uns von Platz 28 auf 20 vorarbeiten. Dann hat mein Partner der hervorragende "Professor" Chris Esser nach langer Zeit mal wieder ins Lenkrad gegriffen und auch einen tollen Job gemacht. Wir lagen mit unserer Strategie richtig und auch das Glück war auf unserer Seite, aber das brauchst du auch bei solchen Bedingungen," freute sich Verdonck über Platz zwei.

Auf Platz drei der Gesamtwertung kam der BMW 635 CSI von Jürgen und Peter Schumann und Olaf Manthey ins Ziel. "Dafür das das ein neu aufgebautes Auto ist, welches auf Anhieb aufs Podium gefahren ist kann man bei diesen widrigen Verhältnissen schon stolz sein. Wir freuen uns jedenfalls wie Bolle über dieses Resultat" grinste Jürgen Schumann.

In der Klasse FHR feierten Nordschleifen Veteran Mike Stursberg und Heinz Schmersal mit ihrem Ford Escort MK1 RS1600 den Klassensieg. Auf Platz zwei kamen Michael Wittke und Markus Diederich auf dem Porsche 914/6 GT ins Ziel gefolgt vom Porsche 911 ST mit der Nummer 613 mit Gustav Edelhoff auf Platz drei.

#578, Ingo Pütz/Christoph Breuer, Porsche 911 RSR

ADAC 24h-Classic | FHR | Rennen

Gestartet 28
Gewertet 20
Nicht gewertet 8
Sieger #601, Schmersal Heinz / Stursberg Mike,
Ford Escort MK1 RS1600,
9 Runden, 13:14:25.012 Std.
Schnellste Runde #914, Wittke/Diederich,
Porsche 914/6 GT,
10:56.321 = 139.201 kph in Runde 3

Gesamtergebnis FHR Plätze 1 bis 10

  # Kls. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Schnitt (km/h)
Rückst.
Schn. Rnd.
in Rnd.
1 601 27   Heinz Schmersal,
Mike Stursberg
Ford Escort MK1 RS1600 9 13:14:25.012
17.251
-
11:00.023
3
2 914 22 Mittelmotor GmbH Michael Wittke,
Markus Diederich 
Porsche 914/6 GT 9 13:15:13.486
17.233
48.474
10:56.321
3
3 613 22   Gustav Edelhoff Porsche 911 ST 9 3:03:52.242
17.216
47.666
11:12.708
3
4 650 4   Carl-Friedrich Kolb,
Alexander Kolb
Austin-Healey 3000 Mk II 9 13:16:02.100
17.215
00.948
11:11.423
3
5 730 3   Afschim Fatemi Porsche 904 9 13:16:02.712
17.215
00.612
10:58.203
3
6 724 22 Scuderia Colonia e.V. im ADAC Pedro Sanchez,
Luco Sanchez
Porsche 911 S 9 13:16:03.187
17.215
00.475
11:07.168
3
7 796 27 RCM Rheydter Club für Motorsport Jochen Wilms,
Christian Dannesberger
Alfa Romeo 1750 GT-Am 9 13:16:31.262
17.205
28.075
11:31.298
3
8 770 27 Rheydter Club für Motorsport Markus Niestrath,
Frank Strothe
Alfa Romeo 1750 GT-Am 8 13:05:14.088
15.513
1 Runde
11:11.887
3
9 773 27 MK Racing Mariusz Kubis Alfa Romeo 1750 GT-Am 8 13:07:34.915
15.467
2:20.827
11:23.890
3
10 647 21 MSC Ruhr-Blitz Bochum Rüdiger Förster,
Horst Dasenbrock
Alfa Romeo Giulia Sprint GTA 8 13:08:32.977
15.448
58.062
12:04.268
3

Das vollständige Gesamtergebnis findet Ihr hier!

ADAC 24h-Classic | Youngtimer Trophy | Rennen

Gestartet 145
Gewertet 132
Nicht gewertet 13
Sieger #578, Ingo Pütz/Christoph Breuer
Porsche 911 RSR,
10 Runden, 3:04:01.298 Std. = 82.745 km/h
Schnellste Runde #512, Busch/Busch,
Porsche 911 RSR,
9:31.297 Min. = 159.918 km/h in Runde 1

Gesamtergebnis Youngtimer Trophy Plätze 1 bis 10

  # Kls. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Schnitt (km/h)
Rückst.
Schn. Rnd.
in Rnd.
1 578 Y38   Ingo Pütz,
Christoph Breuer
Porsche 911 RSR 10 3:04:01.298
82.745
-
9:43.480
4
2 504 Y37 Prosport-Racing Chris Esser,
Nico Verdonck
Opel Kadett 10 3:04:04.976
82.717
03.678
10:30.866
2
3 508 Y38   Peter Schumann,
Jürgen Schumann,
Olaf Manthey
BMW 635 CSI 10 3:04:21.930
82.590
16.954
9:44.150
1
4 553 Y60   Ralf Schall Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 10 3:04:57.238
82.328
35.308
9:43.492
4
5 503 Y38   Michael Küke Porsche 911 Carrera RSR 10 3:04:59.527
82.311
02.289
9:36.617
4
6 462 Y52   Stephan Reuter,
Herbert Neumann,
Christopher Rink
BMW E36 325i 10 3:05:03.454
82.281
03.927
10:15.083
2
7 501 Y38   Dr. Eddy Althoff,
Nick Salewsky
Porsche Carrera RSR 10 3:05:22.890
82.138
19.436
9:41.835
4
8 535 Y57   Chris Rothoff BMW E30 325i 10 3:05:32.338
82.068
09.448
10:33.185
2
9 540 Y52 Schmickler Performance powered by Ravenol Friedhelm Tang,
Stefan Schmickler
BMW M3 E36 10 3:05:47.035
81.960
14.697
10:57.870
4
10 460 Y52 MSC Adenau e.V. Marco Bürger,
Marcel Müller
BMW E36 325i 10 3:06:08.527
81.802
21.492
10:50.733
2

Das vollständige Gesamtergebnis findet Ihr hier!

Video

Zur Übersicht "49. ADAC Total 24h-Rennen 2021"  


Quelle: ADAC Nordrhein e.V., Sportabteilung, 50963 Köln | Stand: 04.06.2021/14:30 Uhr
Video: YouTube/Nürburgring
Fotos: Gruppe C Photography
* Auszug aus vorläufigen Zeitplan, Zeiten können abweichen