Podium zum Abschied des BMW M6 GT3

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06.06.2021 | Nürburgring ROWE Racing hat nach dem Sieg im Vorjahr bei der 49. Auflage der 24 Stunden auf dem Nürburgring (GER) erneut den Sprung aufs Podium geschafft. Bei der Abschiedsvorstellung des BMW M6 GT3, der 2022 vom BMW M4 GT3 abgelöst wird, fuhren Sheldon van der Linde (RSA), Martin Tomczyk (GER), Marco Wittmann (GER) und Connor De Phillippi (USA) im Fahrzeug mit der Startnummer 98 auf den zweiten Rang. Das Quartett zeigte von Startplatz 25 eine beeindruckende Aufholjagd und hatte im Ziel lediglich 8,8 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Porsche. Aufgrund einer mehr als 14 Stunden langen Unterbrechung wegen starken Nebels war es die kürzeste Ausgabe des Rennens aller Zeiten.

Tomczyk hatte am Samstagnachmittag bei schwierigen Bedingungen mit teils sehr nasser und teils trockener Strecke den Grundstein für den Erfolg gelegt. Er schob sich in seinem Doppelstint von Position 25 bis auf Rang drei nach vorn. Im Endspurt nach dem Restart am Sonntagmittag lieferte sich van der Linde mit dem #911 Porsche ein spannendes Duell um den Sieg. Am Ende fehlten nicht einmal zehn Sekunden zur Titelverteidigung für ROWE Racing. Das Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 1 mit Nick Catsburg (NED), Nick Yelloly (GBR), John Edwards (USA) und Philipp Eng (AUT) am Steuer startete von der Poleposition und führte das Feld auch beim Restart noch an, fiel dann jedoch durch einen vom Reglement vorgeschriebenen langen Boxenstopp aufgrund der roten Flagge am Samstagabend zunächst zurück und schied kurz darauf mit einem technischen Defekt aus.

ROWE Racing, #98 BMW M6 GT3, Connor De Phillippi (USA), Martin Tomczyk (GER), Sheldon van der Linde (RSA), Marco Wittmann (GER).

Eine starke Vorstellung bot Schubert Motorsport. Jens Klingmann (GER), Jesse Krohn (FIN), Alexander Sims (GBR) und Stef Dusseldorp (NED) lagen lange Zeit auf Podiumskurs, hatten in der Schlussphase jedoch Pech mit Code-60-Phasen und kamen auf dem sechsten Rang ins Ziel.

Das BMW Junior Team wurde für eine starke Premiere im BMW M6 GT3 bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring nicht belohnt. Dan Harper (GBR), Max Hesse (GER) und Neil Verhagen (USA) arbeiteten sich gemeinsam mit Augusto Farfus (BRA) nach einer falschen Reifenwahl beim Rennstart durch starke Rundenzeiten zurück in die Top-Ten, doch 30 Minuten vor Schluss bekam Farfus technische Probleme, wurde langsam und deshalb von einem Konkurrenten am Heck getroffen. Danach war das Rennen für den #77 BMW M6 GT3 vom BMW Team RMG beendet. Walkenhorst Motorsport kam als Zwölfter und 15. mit zwei seiner BMW M6 GT3 in die Top-20.

BMW M Geschäftsführer Markus Flasch (AUT) fuhr mit dem #241 BMW M2 CS Racing als Vierter in der CUP5-Klasse über die Ziellinie. Er teilte sich das von Adrenalin Motorsport eingesetzte Fahrzeug mit Jörg Weidinger, Matthias Malmedie und Niki Schelle (alle GER).

"Das war wieder einmal kein gewöhnliches Rennen hier auf dem Nürburgring," sagte Mike Krack (Leiter BMW M Motorsport) nach dem Rennen. "Wir sind sehr gut durch die schwierige Anfangsphase gekommen. Zum Zeitpunkt des Abbruchs hatten wir drei Autos in den Top-6. Die Rennleitung hat hier völlig richtig entschieden. Herzlichen Glückwunsch an die Manthey-Mannschaft zum Sieg."

„Nach dem Qualifying hätten wir nie gedacht, dass wir im Rennen dann so schnell vorne dabei sein würden," sagte Martin Tomczyk (#98). Sheldon van der Linde: „In Anbetracht unserer Startposition ist das ein unglaubliches Ergebnis. Auf der Döttinger Höhe konnte ich den Manthey-Porsche sehen. Es war so eng. Natürlich tut das auch ein bisschen weh, aber enttäuscht sollten wir wirklich nicht sein. Mein Triple-Stint am Ende war nicht ohne, ich habe alles gegeben. Aber es sollte nicht sein." "Als wir am Samstag von Platz 25 gestartet sind, haben wir uns aber nicht ausgemalt, am Ende auf dem Podium zu stehen," fügte Marco Wittmann hinzu. "Martin Tomczyk hat uns durch einen unglaublichen ersten Doppelstint überhaupt erst in diese Position gebracht. Für mich persönlich ist es das erste Podium bei einem 24-Stunden-Rennen. Darüber bin ich sehr froh."

Schubert Motorsport, #20 BMW M6 GT3, Jesse Krohn (FIN), Jens Klingmann (GER), Alexander Sims (GBR), Stef Dusseldorp (NED).

Quelle: BMW Group
Fotos: BMW, Daniel Reinhard