VLN 5. Lauf 2008 "31. RCM DMV Grenzlandrennen"

Hauptkategorie: NLS/VLN
  • 31. RCM DMV Grenzlandrennen
  • 5. Lauf VLN – BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2008
  • Veranstalter: Rheydter Club für Motorsport e.V. DMV
  • Nordschleife und GP-Strecke, 24.369 m
  • DMSB Reg.-Nr.221/2008

Zeitplan*

5. Juli 2008 
08:00-08:45 Uhr FISV Rennen 2 "K" | Zeittraining
09:00-10:30 Uhr VLN | Zeittraining
11:00-12:00 Uhr FISV Rennen 2 "K" | Rennen
12:20 Uhr VLN | Startaufstellung
13:00 Uhr VLN | Start
17:00 Uhr VLN | Zieleinlauf
18:30 Uhr VLN | Siegerehrung

Das Rennen

Manthey-Racing gewinnt 4-Stunden-Krimi

Nürburgring. Spannender hätte es Jacques Berndorf in seinen beliebten Eifel-Krimis nicht umschreiben können. Die beiden Porsche-Teams Manthey-Racing und Land-Motorsport lieferten sich über die komplette Distanz des 31. RCM DMV Grenzlandrennens einen packenden Zweikampf um den Sieg. Am Ende sorgten Marcel Tiemann (Monaco) und Marc Basseng (Leutenbach) für den knappsten Zieleinlauf des Jahres. Tiemann, der beim 31. DMV Grenzlandrennen zusammen mit Romain Dumas (Schweiz) und Arno Klasen (Karlshausen) den Porsche 911 GT3 RSR von Manthey-Racing pilotierte, wurde nach vier Stunden mit einem hauchdünnen Vorsprung von 1,550 Sekunden als Sieger abgewinkt. Basseng und sein Teampartner Johannes Stuck (Liechtenstein) hatten im Porsche 911 GT3 RSR von Land-Motorsport das Nachsehen. Das Podium komplettierten die Lokalmatadore Sabine Schmitz und Klaus Abbelen (beide Barweiler) in einem weiteren Porsche.

„Das hat wirklich eine Menge Spaß gemacht“, freute sich Tiemann im Ziel und sein Kontrahent Basseng bestätigte: „Das war genau das, was die Fans und wir Fahrer wollen – packender Motorsport. Leider hat es dieses Mal nicht ganz gereicht.“ Mit einer neuen Jahresbestmarke sicherte Dumas dem Manthey-Team am Samstagmorgen zunächst die Pole-Position. Das Rennen verlief für die beiden Top-Teams dann jedoch alles andere als problemlos. Der Land-Porsche steuerte nach der ersten Runde unplanmäßig die Box an. In der Einführungsrunde erlitt der Lamborghini Gallardo von Raeder-Motorsport unmittelbar vor Basseng einen Motorschaden. „Der Lambo hat dabei sehr viel Öl verloren, meine Sicht war gleich null“, sagte Basseng, der sich so einen Rückstand von rund 80 Sekunden einhandelte. Beim ersten planmäßigen Boxenstopp übernahm Klasen das Cockpit des Manthey-Porsche von Dumas, büßte jedoch aufgrund von Tankproblemen wertvolle Zeit ein. Stuck-Junior machte im Land-Auto Runde für Runde Boden gut, die Führung übernahm er jedoch erst, als Klasen seinerseits das Cockpit an Tiemann übergab. Basseng übernahm für den Schlussturn und blies zum Angriff. „Ich habe unseren Porsche noch nie so hart rangenommen“, sagte er. An dem Manthey-Porsche führte trotzdem kein Weg vorbei. „Ich konnte mich nicht ausruhen und musste in der Schlussphase noch sehr viel Gas geben“, so Tiemann. „Erst in der letzten Runde habe ich etwas Geschwindigkeit rausgenommen und den Sieg kontrolliert nach Hause fahren, als meine Box mir mehr als sechs Sekunden Vorsprung signalisierte.“

Die Entscheidung um Platz drei fiel erst wenige Minuten vor Rennende. Der Podiumsrang schien sicher in den Händen Christian Menzel (Kehlberg) und Wolfgang Kohler (Aldingen), als ein Reifenschaden die Fahrt des Porsche-Duos abrupt stoppte. Um keine unnötigen Beschädigungen am Fahrzeug zu riskieren, verzichtete Menzel darauf, den Weg zurück an die Box auf der Felge anzutreten. Schmitz/Abbelen erbten den dritten Rang kampflos. „Wir haben sehr viel Arbeit und Energie in unseren Porsche gesteckt“, so Abbelen, der zusammen mit seiner Lebensgefährtin Schmitz beim 24-Stunden-Rennen Platz drei feierte. „Da ist es nur gerecht, dass wir auch in der Langstreckenmeisterschaft in diesem Jahr endlich auf dem Podium stehen – dort sind wir gut aufgehoben.“

Ähnlich spannend, wie die Entscheidung um den Gesamtsieg war das Rennen bei den VLN-Serienwagen bis 1.850 ccm Hubraum. Drei BMW-Teams kämpften vier Stunden lang im Sekundenabstand um den Klassensieg. Erst in der Schlussphase konnten sich Mario Merten (Nürburg) und Wolf Silvester (Nürnberg) leicht absetzen. Im Ziel betrug der Vorsprung der Meister von 2006 11,499 Sekunden auf Markus Schmickler und Guido Strohe (beide Bad Neuenahr). Dritte wurden Rolf Derscheid (Much) und Michael Flehmer (Overath).

Die Führungsposition war beim Grenzlandrennen kein gutes Omen in der Honda Civic Cup-Klasse. Claus und Christoph Dupré (beide Schiffweiler) büßten nach Bremsproblemen zwei Runden ein. Schlimmer erwischte es Jürgen Nett (Mayen) / Rolf Schütz (Andernach) sowie Peter Venn (Großbritannien) / Marcel Hoppe (Lennestadt) / Harald Thönnes (Mülheim Kärlich), die jeweils in Führung liegend nach Unfällen auf der Strecke blieben. Den Sieg sicherten sich überraschend Michael Ecker (Hauptstuhl) und Kim Berwanger (Brücken).

In der Meisterschafttabelle verteidigten die beiden Ukrainer Andri Kruglik und Alexji Mochanov im Ford Fiesta ST mit ihrem vierten Klassensieg in Folge die Führung. Auf der zweiten Position liegt nach fünf Rennen Peter Posavac (Essen), der zusammen mit Stian Sorlie (Norwegen) und Jörg Viebahn (Engelskirchen) ebenfalls seinen vierten Klassensieg feierte. Das Schubert-Trio sorgte bereits im Zeittraining für Aufsehen. Sorlie fuhr die schnellste Rundenzeit mit einem Diesel-betriebenen 2-Liter-Tourenwagen und knackte die 9-Minuten-Marke. „Mission erfüllt“, grinste der Norweger. „Die Runde war am absoluten Limit. Es hat einfach alles gestimmt.“

Pole Position #111, Romain Dumas / Marcel Tiemann / Arno Klasen ,
Manthey Racing,
Porsche 997 GT3 RSR,
8:10.293 Min. = 178.931 km/h
Gestartet 162
Gewertet 107
Nicht gewertet 55
Sieger #111, Romain Dumas / Marcel Tiemann / Arno Klasen ,
Manthey Racing,
Porsche 997 GT3 RSR,
28 Runden, 4:04:15.735 Std.
Schnellste Runde #108, Marc Basseng / Johannes Stuck,
Land Motorsport,
Porsche 997 GT3 RSR,
8:18.841 Min. = 8:18.841 km/h in Rnd. 22

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kl. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Rückst. (Min.)
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
1 111 SP7 Manthey
Racing
Romain Dumas
Marcel Tiemann
Arno Klasen
Porsche 997
GT3 RSR
28 4:04:15.735
-
8:22.115
6
2 108 SP7 Land
Motorsport
Marc Basseng
Johannes Stuck
Porsche 997
GT3 RSR
28 4:04:17.285
0:01.550
8:18.841
22
3 121 SP7 Frikadelli
Racing
Sabine Schmitz
Klaus Abbelen
Porsche 997
GT3 Supercup
28 4:11:53.483
7:37.748
8:37.603
6
4 114 SP7 Manthey
Racing
Bert Lambrecht
Jean Francois Hemroulle
Porsche 997
GT3 Supercup
27 4:04:26.529
1 Runde 
8:42.755
6
5 787 Cup3B Captain
Racing
Jörg Otto
Jochen Krumbach
Porsche 997
GT3 Cup
27 4:04:47.516
1 Runde 
8:44.204
23
6 140 SP7 Wagner
Motorsport
Stanislav Gryazin
Valeriy Gorban
Porsche 996
GT3 RSR
27 4:04:50.276
1 Runde 
8:44.204
23
7 500 E1-XP Schall
Motorsport
Andreas Schall
Ralf Schall
Volker Strycek
Opel Astra
DTM
27 4:05:44.762
1 Runde 
8:34.095
12
8 762 Cup3B Manthey
Racing
Frank Kräling
Marc Gindorf
Peter Scharmach
Porsche 997
GT3 Cup
27 4:06:51.689
1 Runde 
8:43.623
20
9 781 Cup3B AGON
Motorsport
Klaus Hahn
Andreas Eberhardt
Stefan Müller
Porsche 997
GT3 Cup
27 4:12:14.395
1 Runde 
8:54.632
22
10 761 Cup3A ADAC
Sachsenring e.V.
Ruben Zeltner
Uwe Wächtler
Roland Rehfeld
Porsche 997
GT3 Cup
27 4:13:19.876
1 Runde
8:59.273
22

Video

Klassensieger

Kl. # Team Fahrer Wagen Gesamt (Std.)
Runden
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
CUP1 689 - Dennis Busch
Marc Busch
Seat Leon Supercopa 4:06:33.720
25
9:25.544
4
CUP2 737 - Michael Ecker
Kim Berwanger
Honda Civic 4:10:43.141
24
10:06.816
22
CUP3A 761 ADAC Sachsen e.V. Ruben Zeltner
Uwe Wächtler
Roland Rehfeld
Porsche 996 GT3 4:13:19.876
27
8:59.273
22
CUP3B 787 - Jörg Otto
Jochen Krumbach
Porsche 997 GT3 4:04:47.516
27
8:44.204
23
E1-XP 500 - Andreas Schall
Ralf Schall
Volker Strycek
Opel Astra V8
Coupe
4:05:44.762
27
8:34.095
12
H2 41 - Dr. Werner Bauer
Udo Förster
BMW M3 E30 4:07:14.729
22
9:41.522
21
H3 28 - Lutz Herz
Roland Mühlbauer
BMW 325i 4:11:27.451
23
10:18.126
23
H5 9 - Nico Unteregger
Clemens Pietzkowski
Porsche RSR 4:08:16.485
24
9:42.975
6
SP1 420 - Pascal Ziegler
Harald Ziegler
Robert Lommel
Toyota Yaris 4:08:23.219
13
11:32.152
10
SP2 393 TLM Racing Team Ukraine Andri Kruglik
Alex Mochanov
Ford Fiesta 4:08:12.284
24
10:04.323
10
SP3 1 Kissling Motorsport Heinz-Otto Fritzsche
Marco Wolf
Jürgen Fritzsche
Opel Astra GTC 4:02:06.298
25
9:21.800
13
SP3T 351 Inter Racing GmbH Frank Lorenzo
Harald Jacksties
Seat Leon Supercopa 4:02:46.073
25
9:18.900
23
SP4 222 - Eugen Sing
Friedhelm Mihm
Mercedes 210 EVO ll 4:09:22.234
25
9:25.456
4
SP5 190 - Stefan Aust
Detlef Hirsch
BMW M3 E46 4:05:36.915
25
9:19.727
5
SP6 160 - Rainer Brückner
Peter Brings
Carlsson CK 35 RS
SLK 350
4:12:02.845
25
9:25.129
3
SP7 111 Manthey Racing GmbH Romain Dumas
Marcel Tiemann
Arno Klasen
Porsche 911 GT3 4:04:15.735
28
8:22.115
6
SP8 98 Kissling Motorsport Stefan Kissling
Hannu Luostarinen
Volker Strycek
Chevrolet Corvette 2:12:31.242
14
8:34.026
6
SP10 444 - Jörg Viebahn
Stian Sorlie
Peter Posavac
BMW 120d 4:05:22.744
26
9:08.583
3
SP11 483 Renngemeinschaft Bergisch-
Gladbach e.V. im ADAC
Thomas Haider
Rainer Kutsch
BMW 330d 4:08:49.876
24
9:58.733
3
V2 601 - Wolf Silvester
Mario Merten
BMW 318 iS 4:02:56.211
23
10:23.406
18
V3 580 - Michael Bohrer
Arnold Höppe
Peugeot 206 3:59:26.460
22
10:22.163
10
V4 550 Team Black Falcon Alexander Böhm
Matthias Unger
Marian Winz
BMW E90 3:59:23.108
23
10:08.460
4
V5 517 - Timo Schupp
Werner Gusenbauer
Andreas Herwerth
BMW M3 E36 4:03:55.439
24
9:44.432
3
V6 510 Team Black Falcon Dieter Lehner
Bona Ventura
Marcel Blumer
BMW M3 E46 4:07:20.745
25
9:34.487
23

Zur Übersicht "Chronologie 2008"  
Zur Übersicht "VLN"


Quelle: VLN
Video: YouTube/VLN
* Auszug aus dem Programmheft "Racing News", Zeiten können abweichen