VLN 6. Lauf 2005 "6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen"

Hauptkategorie: NLS/VLN
  • 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen
  • 6. Lauf VLN – BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2005
  • Veranstalter: MSC Ruhr-Blitz Bochum e.V. im ADAC
  • Nordschleife und GP-Strecke
  • Streckenlänge: 24433 m
  • Zuschauer: ca. 40.000
  • DMSB Reg.-Nr. 291/05

Zeitplan

Samstag, 27.08.2005
07:45 Uhr Fahrerbesprechung
08:30-10:00 Uhr Zeittraining
12:00 Uhr Start
18:00 Uhr Zieleinlauf
ca. 19:45 Uhr Siegerehrung | Michelin Media Center

Das Rennen

Alzen-Brüder gewinnen 6h-Rennen vor Rekordkulisse

Nürburgring. Das Saisonhighlight der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft machte seinem Namen alle Ehre: Eine Rekordkulisse von 40.000 Zuschauer säumten die 24,433 Kilometer lange Kombination aus Nürburgring Sprintkurs und Nordschleife und erlebte den ersten Sieg des Jahres für Jürgen und Uwe Alzen (beide Betzdorf) im Porsche 996 Turbo. Nach 40 gefahrenen Runden beim 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen verwies das Brüderpaar Marc Basseng (Waiblingen) und Patrick Simon (Wiesbaden) im Porsche GT3 RSR des Team Land-Motorsport mit einem Rückstand von 3:01.908 Minuten auf Platz zwei. Dritte wurden Peter Zakowski (Niederzissen) und Sascha Bert (Ober-Ramstadt) mit der Dodge Viper GTS-R des Zakspeed-Teams.

Das 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen forderte schnell erste Opfer. Beim Anbremsen der ersten Kurve rammte Dirk Adorf im Jaguar V8STAR den Trainingsschnellsten Lucas Luhr im Porsche GT3 MR von Manthey-Racing. Beide Fahrzeuge schieden nach der Kollision aus. „Der Vorfall geht voll auf meine Kappe“, gestand Dirk Adorf. „Ich wollte noch vor der ersten Kurve an der Zakspeed-Viper vorbei. Dabei ist mir am Ende die Straße ausgegangen und ich habe den Manthey-Porsche hinten rechts getroffen.“ Ein sichtlich verärgerter Lucas Luhr kommentierte den Zwischenfall knapp: „Man gewinnt ein 6h-Rennen einfach nicht in der ersten Kurve.“

Startfahrer Uwe Alzen übernahm die Führung und kontrollierte fortan das Tempo. „Ich bin einfach nur glücklich, dass es gerade beim wichtigsten Rennen des Jahres endlich für uns geklappt hat“, freute sich der ehemalige DTM-Fahrer bei der Siegerehrung. „Das Rennen über die Distanz von sechs Stunden war wirklich hart, zumal wir auf unseren dritten Fahrer Heinz Remmen verzichten mussten.“ Der Unternehmer aus Finnentrop war mit dem Renault Clio RS, den er sich mit Christian und Klaus-Peter Thaler teilte, bereits in der ersten Runde im Streckenabschnitt Galgenkopf mit einem weiteren Fahrzeug kollidiert und zog sich dabei eine Schnittwunde am Unterarm zu.

Im Kampf um Platz zwei lieferten sich die Teams Land-Motorsport und Zakspeed-Racing heiße Duelle. Marc Basseng reihte sich im Porsche GT3 RSR zunächst hinter der Viper ein, im Verlauf des Rennens wechselten die Positionen mehrfach. Teamchef Peter Zakowski monierte: „Wir waren mit dem Speed unseres Fahrzeuges nicht ganz zufrieden.“ Während die bissige Viper mit stumpfen Waffen kämpfte, hatten Basseng und Simon am Ende trotz eines Reifenschadens im Streckenabschnitt Tiergarten die Nase vorne. „Ich konnte unseren Porsche zum Glück kontrolliert abfangen, als er plötzlich bei Tempo 280 im Tiergarten ausbrach“, erklärte Basseng. „Nach einem schnellen Reifenwechsel konnten wir unseren Rückstand aufholen.“

Auf einen hervorragenden fünften Gesamtrang fuhren Bert Lambrecht (Braaschat) und Paul Hulverscheid (Wipperfürth) im Porsche GT3 Cup, eingesetzt von Manthey-Racing. Das erfahrene Duo überholte innerhalb der letzten Runden die lange Zeit führenden Heinz-Josef Bermes (Willich), Andy Bovensiepen (Buchloe), Klaus Abbelen (Tönisvorst) und Thomas Koll (Bad Münstereifel) im Mühlner-Porsche. „In der Summe fehlten unserem Fahrerquartett am Ende die entscheidenden Zehntel“, räumte Teamchef Bernhard Mühlner ein. „Dennoch sind wir mit den Positionen sechs und acht im Gesamtklassement zufrieden.“ Der zweite Porsche wurde pilotiert von Heinz-Josef Bermes, Thomas Koll; Klaus Abbelen und Ulf Karlsson (Karlstadt).

Ein sensationelles Ergebnis brachte Publikumsliebling Hans-Joachim Stuck (Ellmau) zusammen mit Claudia Hürtgen (Aachen) und Torsten Schubert (Oschersleben) ins Ziel. Das Trio belegte nach sechs Stunden im BMW 320i des Schubert-Teams den neunten Rang im Gesamtklassement. Für die Stammfahrer Hürtgen und Schubert war dies der dritte Klassensieg in Folge, der vierte in der laufenden Saison.

Gestartet 210
Gewertet 127
Nicht gewertet 83
Sieger #77, Jürgen Alzen / Uwe Alzen ,
H&R-Spezialfedern,
Porsche 996 Turbo,
40 Runden, 6:01:03.005 Std. = 162.413 km/h

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kls. Team Fahrer Fahrzeug Rnd. Zeit (Std.)
Rückst. (Min.)
Schnitt (km/h)
Schn.-Rnd. (Min.)
Schnitt (km/h)
in Runde
1. 77 SP8 H&R-Spezialfedern Jürgen Alzen, 
Uwe Alzen
Porsche 996 Turbo 40 6:01:03.005

162.413
8:14.555
177.854
2
2. 96 SP7 Land Motorsport GmbH Marc Basseng,
Patrick Simon
Porsche GT3 RSR 40 6:04:04.913
3:01.908
161.06
8:33.798
171.193
2
3. 85 SP8 Zakspeed Racing GmbH Peter Zakowski,
Sascha Bert
Viper GTS-R 40 6:08:26.256
7:23.251
159.156
8:34.709
170.89
2
4. 115 SP7 Mamerow Racing Peter Mamerow,
Christian Mamerow
Porsche 996 GT3 RS 39 6:01:28.418
1 Runde
158.167
8:39.766
169.228
2
5. 600 Cup4 Manthey Racing GmbH Bert Lambrecht,
Paul Hulverscheid
Porsche 911 GT3 Cup 38 6:01:36.292
2 Runden
154.056
9:04.867
161.432
26
6. 596 Cup4  Mühlner Motorsport Heinz-Josef Bermes,
Andy Bovensiepen, 
Klaus Abbelen,
Thomas Koll
Porsche 911 GT3 Cup 38 6:01:59.734
2 Runden
153.889
9:03.326
161.89
23
7. 136 SP6 Inter Racing GmbH Nils Bartels,
Harald Jacksties 
Porsche GT3 R   6:03:47.494
2 Runden
153.13
9:02.872
162.025
2
8. 595 Cup4  Mühlner Motorsport Heinz-Josef Bermes,
Thomas Koll, 
Ulf Karlsson,
Klaus Abbelen
Porsche 911 GT3 Cup 38 6:03:52.254
2 Runden
153.096
9:05.692
161.188
2
9. 231 SP3   Claudia Hürtgen,
Hans-Joachim Stuck,
Torsten Schubert
BMW 320i E46 38 6:06:26.681
2 Runden
152.021
9:06.352
160.993
9
10. 604 Cup4 Manthey Racing GmbH Michael Verges,
Juan Barazi,
Philip Bennett
Porsche 911 GT3 Cup 38 6:06:43.910
2 Runden
151.902
9:04.949
161.407
29

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Quelle: VLN-Media