VLN verzichtet auf reservierte Pflichtwerbeflächen

Hauptkategorie: VLN
  • Organisation der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring und die Interessenvertretung der Teams und Fahrer klären wichtige Kritikpunkte an der vorläufigen Ausschreibung
  • Verzicht auf reservierte Pflichtwerbeflächen auf den Rennfahrzeugen lässt Platz für eigene Sponsoren der Teilnehmer
  • VLN und ILN vereinbaren regelmäßige Gespräche in kürzeren Intervallen
  • Martin Rosorius: „Gesunden  Motorsport auf dem Nürburgring kann es nur geben, wenn die Interessen der Teams und Fahrer gewahrt bleiben“

Nürburg. Die Veranstaltergemeinschaft Langstreckenrennen Nürburgring (VLN) und die Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring (ILN) haben in vertraulichen Gesprächen für wichtige Kritikpunkte, die von der ILN gegen die vorläufige VLN-Ausschreibung für die neue Saison angebracht wurden, einvernehmliche Lösungen gefunden.

So verzichten die Organisatoren der beliebten Nordschleifen-Rennserie 2019 auf reservierte Pflichtwerbeflächen im Bereich der hinteren Radläufe, um teilnehmenden Teams und Fahrern dringend benötigten Platz für eigene Sponsoren und Partner zu lassen. Zugleich werden die einzelnen Kategorien der Topklasse SP9 künftig mit „Pro“, „ProAm“ und „Am“ unterschieden und diese Einteilung gegenüber der Öffentlichkeit klarer kommuniziert, um Privatfahrern einen zusätzlichen Anreiz zu bieten und ihre Leistung deutlicher hervorzuheben. Eine entsprechende Kennzeichnung der SP9-Rennwagen für die Zuschauer am Streckenrand sieht die VLN in diesem Jahr nicht vor, sie wird den Teams aber freigestellt. Weitere Diskussionspunkte, die im konstruktiven Dialog zwischen VLN und ILN vor Beginn der neuen Saison ausgeräumt werden konnten, umfassen zum Beispiel sicherheitsrelevante Prozedere in der Boxengasse.

Eine Einigung bezüglich der veränderten Nenngeldstruktur haben beide Seiten nicht erzielt. Einig sind sich beide Seiten jedoch, die gemeinsamen Gespräche künftig in kürzeren Intervallen und auch weiterhin auf konstruktiver Basis fortzusetzen.
 
„Eine gesunde Rennserie mit attraktivem Motorsport auf der Nürburgring-Nordschleife kann es nur geben, wenn die berechtigten Interessen der teilnehmenden Teams und Fahrer nicht vergessen werden – die der großen ebenso wie die der sogenannten kleinen. Dafür setzt sich die ILN ein“, betont Martin Rosorius, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring. „Im direkten Dialog mit der VLN haben wir unsere Standpunkte im Hinblick auf die Saison 2019 erläutert und gemeinsam für wichtige Fragen Lösungen gefunden – etwa, was den Verzicht auf reservierte Pflichtwerbeflächen auf den Fahrzeugen betrifft. Andere Themen sind noch offen. Es ist sinnvoll, dass die konstruktiven Gespräche fortgesetzt werden, um weitere Verbesserungen zu erreichen, denn wir verfolgen ja das gleiche Ziel. Die ILN sammelt aus dem Kreis der Aktiven ständig Ideen und Vorschläge, um den Rennsport in der Eifel noch attraktiver zu machen – für die Zuschauer ebenso wie für die Teams, die sich ihr Engagement finanziell auch in Zukunft noch leisten können müssen.“

Über die ILN

Die Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring wurde im Dezember 2015 auf Initiative von Olaf Manthey gegründet. Seit August 2018 tritt das Aktionsbündnis als eingetragener Verein auf. Den Vorsitz hat Martin Rosorius (Team Black Falcon) übernommen mit Dirk Theimann (Team Phoenix Racing) als Stellvertreter. Ziel der ILN ist es, das Kundeninteresse sowohl der großen als auch gerade der kleinen Teams in der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) und Rundstrecken Challenge Nürburgring (RCN) sowie beim 24-Stunden-Rennen auf der Eifelstrecke dauerhaft zu artikulieren. Der multilaterale Dialog mit dem DMSB, dem Nürburgring, der VLN und RCN sowie den Rennveranstaltern verfolgt dabei stets ein Ziel: attraktiven, fairen und sicheren Rennsport auf der einzigartigen und legendären Nürburgring-Nordschleife.


Quelle: Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring
Foto: © Kevin Pecks/1VIER