Erfolgreichste Mannschaft bei „Double-Header“-Premiere

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16.07.2020 | Heusenstamm/Nürburgring Das PIXUM CFN Team Adrenalin Motorsport hat sich einen Platz in den Geschichtsbüchern der Nürburgring Langstrecken-Serie gesichert. Beim ersten „Double-Header“ überhaupt in Europas erfolgreichster Breitensportserie konnte die amtierende VLN-Meistermannschaft aus Heusenstamm insgesamt sieben Klassensiege einfahren und damit das erfolgreichste Team bei der Premiere dieses Doppelveranstaltungsformates stellen.

„Ich bin sehr stolz auf die Leistung meiner gesamten Mannschaft, die mir damit ein großartiges Geschenk zu meinem Geburtstag gemacht hat. Zwei vierstündige Rennen binnen 24 Stunden zu absolvieren und dabei insgesamt elf Fahrzeuge perfekt für die Läufe vorzubereiten hat unserer Mechaniker-Crew sehr viel abverlangt. Ein großes Lob an die Jungs aber auch an unsere Piloten, die sich trotz der vielen Unfälle am Samstag die Übersicht behalten und unsere Erfolge möglich gemacht haben“, strahlte Teamchef Matthias Unger.

Premierensiege in der VT2 Klasse

Besonders groß war die Freude vor allem über die beiden ersten Siege des PIXUM CFN Teams Adrenalin Motorsport in der teilnehmerstarken VT2 Klasse. Nachdem Christopher Rink und Philipp Stahlschmidt bereits beim Saisonauftakt das Potenzial des #480 Mainhattan-Wheels BMW 330i G20 aufblitzen lassen konnten, gelang dem Fahrerduo nun erstmalig der Sprung ganz oben auf das Podium. Sowohl beim zweiten Lauf zur Nürburgring Langstrecken-Serie am Samstag als auch beim dritten Lauf am Sonntag setzten sie sich gegen die starke, markenübergreifende Konkurrenz durch. Für Stahlschmidt waren es seine ersten beiden Klassensiege überhaupt in der Rennserie.

Doch auch das Mainhattan-Wheels Schwesterfahrzeug mit der #481 pilotiert von Robert van Husen, Edoardo Bugane und Francesco Bugane konnte an beiden Tagen überzeugen. Während man am Samstag einen starken dritten Platz einfahren konnte, reichte es am Sonntag zu Rang fünf. Vor allem angesichts der hohen Teilnehmerzahl in der Klasse waren es zwei mehr als achtbare Erfolge für das Fahrertrio.  

Klasse V4: Rink/Brink/Leisen erobern mit „Doppelschlag“ die Meisterschaftsführung

Doppelstarter Christopher Rink konnte sich nicht nur über die beiden Siege in der VT2-Klasse freuen, auch in der Klasse V4 holte der Frankfurter zusammen mit Danny Brink und Philipp Leisen zum „Doppelschlag“ mit dem #701 PIXUM BMW 325i E90 aus. Das VLN-Meistertrio von 2018 konnte dank der Saisonsiege zwei und drei die Meisterschaftsführung in der Nürburgring Langstrecken-Serie übernehmen und untermauerte damit eindrucksvoll die erneuten Titelambitionen in der Saison 2020.

Der zweite #702 BMW 325i E90 sah im Samstagsrennen auf Platz zehn das schwarz-weiß karierte Tuch. Hier wechselte sich Giacomo Altoe mit Lamborghini-Werksfahrer Andrea Caldarelli am Volant ab. Letzterer absolviert zusammen mit dem PIXUM CFN Team Adrenalin Motorsport gerade seine Nordschleifenpermit.

Klasse V5: Freud und Leid beim Porsche Cayman-Trio Zils/Fischer/Sandberg

Die zweifachen VLN-Vizemeister Daniel Zils und Norbert Fischer erlebten ein Wochenende mit gemischten Gefühlen. Gemeinsam mit Oskar Sandberg fuhren konnten sie den dritten Lauf zur Nürburgring Langstrecken-Serie am Samstag die Wertungsgruppe der VLN-Produktionswagen souverän gewinnen. Auch am Folgetag sah es lange so aus als könnten sie erneut ganz vorne in der Klasse V5 landen. Eine halbe Stunde vor Rennende erlitt der #444 PIXUM Porsche Cayman jedoch in Führung liegend einen Reifenschaden, weshalb das Trio kurz vor Schluss doch noch bis auf Platz vier zurückgereicht wurde.

Klasse V6: Platz 1 und 2 für den #396 NEXEN TIRES Porsche Cayman S

Nach ihrem Sieg beim Saisonauftakt zwei Wochen zuvor konnten Christian Büllesbach, Andreas Schettler, Carlos Arimon und Ulrich Korn auch am „Double-Header“ Wochenende mit dem Porsche Cayman S eine gute Leistung zeigen. Gemeinsam fuhren sie im Samstagsrennen auf Platz zwei und gewannen am Sonntag die Klasse V6.

Klasse SP10: Fübrich/Griessner/Naumann feiern ersten GT4-Sieg nach Finalshowdown

Die beiden amtierenden VLN-Meister Yannick Fübrich und David Griessner konnten sich zusammen mit Florian Naumann über den ersten Sieg mit dem #1 CFN BMW M4 GT4 in der SP10-Klasse freuen. Schlussfahrer Fübrich legte am Samstag einen faszinierenden Schlussprint hin und überquerte am Ende mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,119 Sekunden als Klassenerster die Ziellinie. Beim dritten Saisonlauf am Sonntag sicherte das Fahrertrio trotz eines schwierigen Qualifyings und eines Drehers in der Anfangsphase dank einer beherzten Aufholjagd den zweiten Rang. 

Klasse Cup5: PIXUM CFN Team Adrenalin Motorsport mit drei Podiumsplätzen

Im BMW M240i Racing Cup verpasste das PIXUM CFN Team Adrenalin Motorsport zweimal hauchdünn mit dem #650 CFN Fahrzeug den Sieg, konnte sich aber dennoch über insgesamt drei Podiumsplätze freuen. Francesco Merlini, Sindre Setsaas, David Griessner und Yannick Fübrich überquerten beim zweiten Lauf zur Nürburgring Langstrecken-Serie zwar als Erste den Zielstrich, fielen aber im Nachgang durch eine Zeitstrafe noch auf den zweiten Platz zurück. Am Sonntag erzielten sie das gleiche Endergebnis noch einmal. Hier fehlten ihnen nach Ablauf der vierstündigen Distanz gerade einmal fünf Sekunden zu ihrem zweiten Saisonsieg. Dennoch konnten sie genauso zufrieden sein mit ihrer Leistung wie Marcel Fugel und Roland Froese, die mit dem dritten Platz am Samstag erstmalig zusammen auf das Podium fahren konnten. Beide Piloten waren glänzend mit dem #651 PIXUM BMW M240i Racing unterwegs und ernteten schlussendlich den verdienten Lohn für ihre Arbeit am Steuer. Am Folgetag belegten sie gemeinsam noch einmal den neunten Platz in der hartumkämpften Klasse. 

Ihre Teamkollegen Stefan Kruse, Charles Oakes, Einar Thorsen und Philipp Leisen fuhren mit dem #653 Veedol BMW M240i Racing am Samstag auf Rang zehn und verbesserten sich am Folgetag auf Platz sieben. Komplettiert wurde das gute Teamergebnis mit der zehnten Position von Lutz Marc Rühl, Davide Bertello und Charlie Martin (#652 SSB Wägetechnik).


Text: Daniel Cornesse
Fotos: Adrenalin/Racepix, VLN/Jan Brucke