46. ADAC Zurich 24h-Rennen

  • 46. ADAC Zurich 24h-Rennen
  • Veranstalter: ADAC Nordrhein e.V., Köln
  • Nordschleife und GP-Strecke (Kurzanbindung, 25378 m)
  • DMSB-Nr.: 1/2018

Zeitplan*

Donnerstag, 10. Mai 2018
13:20-15:00 Uhr ADAC Zurich 24h-Rennen | Freies Training Gesamtstrecke
20:30-23:30 Uhr ADAC Zurich 24h-Rennen | Qualifying 1 Gesamtstrecke
Freitag, 11. Mai 2018
19:00-19:40 Uhr ADAC Zurich 24h-Rennen | Top-30-Qualifying Gesamtstrecke
19:55-20:45 Uhr Pit-Walk ADAC Zurich 24h-Rennen Boxengasse
Samstag, 12. Mai 2018
13:30-15:10 Uhr ADAC Zurich 24h-Rennen | Startaufstellung Start-Ziel-Gerade
15:10 Uhr ADAC Zurich 24h-Rennen | Einführungsrunde Gesamtstrecke
15:30 Uhr ADAC Zurich 24h-Rennen | Start Gesamtstrecke
Sonntag, 13. Mai 2018
15:30 Uhr ADAC Zurich 24h-Rennen | Zieleinlauf Start-Ziel-Gerade

*ohne Rahmenprogramm


Imressionen vom Samstag

Das Rennen

  • Fred Makowiecki „sprintet“ nach Nebelunterbrechung zum Triumph
  • Spektakuläre Startphase und Regen-Chaos in der Nacht
  • Vier Hersteller unter den ersten Sechs

Das 46. ADAC Zurich 24h-Rennen ist mit einem 90-minütigen Schlussakkord zu Ende gegangen: Nach einer rund zweistündigen Nebelunterbrechung am Sonntagmittag feierte der Manthey-Porsche #912 in einem spektakulären Sprint-Duell mit dem Black-Falcon-Mercedes #4 den Rekordsieg beim größten Autorennen der Welt. Allein diese beiden Fahrzeuge waren nach dem Restart um 13:59 Uhr noch in einer Runde und lieferten sich vor 210.000 Zuschauern einen verbissenen Kampf, den letztlich der Franzose Fred Makowiecki für Manthey entschied. Für das Team aus Meuspath direkt an der Nordschleife ist es der erste 24h-Erfolg seit 2011 und der sechste insgesamt, womit die Truppe um Teamgründer Olaf Manthey jetzt alleiniger Rekordgewinner ist. Für Porsche war es der zwölfte Triumph. Die 47. Ausgabe des ADAC Zurich 24h-Rennens findet vom 20. bis 23. Juni 2019 statt.

„Was für ein Rennen, sehr emotional und großartig für Porsche und den gesamten Motorsport. Dieser Sieg ist für das ganze Team. Dies ist eines der härtesten Rennen, denn es kann so viel passieren und es gibt so viele siegfähige Autos. Man hat vielleicht zwei oder drei Chancen im ganzen Leben, einen Sieg wie diesen zu holen. Es ist großartig“, sagte der Brite Nick Tandy, Le Mans-Sieger von 2015, der gemeinsam mit Richard Lietz (Österreich), Patrick Pilet (Frankreich) und Makowiecki triumphierte – für alle vier war es der Premierenerfolg beim 24h-Rennen. „Für Porsche konnte es zum 70. Geburtstag nicht besser laufen. Wir widmen diesen Sieg Dr. Porsche zum runden Geburtstag. Wir haben den Rundenrekord gebrochen, so kann es weitergehen für uns“, sagte Porsche-Sportchef Dr. Frank-Steffen Walliser.

Entscheidendes Manöver in der Mercedes-Arena

Das entscheidende Überholmanöver gelang „Mako“ 1:11 Stunden vor Schluss in der Einfahrt zur Mercedes-Arena, mit einer Berührung zwischen den beiden Autos. Christodoulou ließ sich aber nicht abschütteln, selbst eine Leitplanken-Berührung hielt den Briten nicht auf. Am Ende entschieden aber 26,413 Sekunden zu Gunsten von Makowiecki – der zweitknappste Einlauf in der Geschichte des Rennens nach den 5,697 Sekunden beim Black-Falcon-Erfolg 2016.

„Ich habe alles probiert, aber ich konnte nichts machen. Wir kommen im nächsten Jahr wieder“, sagte Christodoulou, der mit Maro Engel (München), Manuel Metzger (Bad Säckingen) und Dirk Müller (Burbach) jeweils einen zweiten Erfolg beim 24h-Rennen verpasste. Den dritten Platz sicherte sich in einer ähnlich spannenden Dreier-Kampfgruppe der Niederländer Yelmer Buurman im Black-Falcon-Mercedes #5 vor dem Aston Martin #007 und dem Black-Falcon-Mercedes #6. Die Vorjahressieger des Audi Sport Team Land mit der #1 wurden Sechste, als vierter Hersteller auf den ersten sechs Plätzen.

Schon vor der Rennunterbrechung – der ersten seit dem Black-Falcon-Sieg 2016 und der erst siebten überhaupt seit der Premiere des 24h-Rennens 1970 – hatte das berühmte Eifelwetter all seine berüchtigten Facetten von strahlendem Sonnenschein bis zu unwetterartigen Regenfällen gezeigt.

„Das war eines der spannendsten und für alle Beteiligten nervenaufreibendsten 24h-Rennen, die es je gegeben hat“, sagte Rennleiter Walter Hornung: „Da war alles drin, was Motorsport so faszinierend macht: sensationelle Fahrer, tolle Rennfahrzeuge, ein Wettergott, der immer wieder ins Geschehen eingegriffen hat und eine Rennstrecke, die den Piloten in jeder Minute alles abverlangt.“


Bilderstecke Schlussphase

Mega-schneller Beginn

Begonnen hatte das Rennen am Samstagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein und einer spektakulären Show von Kevin Estre im Manthey-Porsche #911. Der Franzose flog von der Pole Position dem Feld quasi davon, verbesserte gleich zweimal den bisherigen Rundenrekord von Augusto Farfus aus dem Jahr 2015 und legte früh den Grundstein für eine komfortable Führung seines Teams, die die Manthey-Truppe bis in die Nacht kontrollierte – bis der Franzose Romain Dumas im Regen von einer Ölspur aus dem Rennen gerissen wurde. Wie auch die Audi-Piloten Dries Vanthoor (#8) und Kelvin van der Linde (#1) bei heftigen Unfällen blieb Dumas unverletzt.

In die Bresche sprang zunächst das Manthey-Schwesterauto mit der #912, das sich aufgrund unterschiedlicher Boxenstopp-Rhythmen an der Spitze immer wieder mit dem Black-Falcon-Mercedes abwechselte. Allerdings leistete sich Patrick Pilet noch in der Nacht einen Fauxpas, als er in einer Code-60-Zone zu früh wieder beschleunigte. Nach einer sorgfältigen Prüfung von GPS- und Fahrzeugdaten sowie Videoaufnahmen, für die sich die Rennleitung aufgrund der Konstellation im Klassement bewusst sehr viel Zeit gelassen hatte, wurde eine Zeitstrafe von 3:32 Minuten ausgesprochen, die das Porsche-Team scheinbar vorentscheidend zurückwarf – bis die Unterbrechung wegen zu starken Nebels dreieinhalb Stunden vor Ablauf der 24 Stunden den Abstand zwischen den beiden führenden Autos wieder zur Makulatur werden ließ.

Pole-Position #911, Kevin Estre / Romain Dumas / Laurens Vanthoor,
Manthey Racing,
Porsche 911 GT3 R,
19:26:52 Min. = 186.792 km/h
Gestartet 147
Gewertet 106
Nicht gewertet 41
Sieger #912, Richard Lietz / Patrik Pilet / Frad Makowiecki / Nick Tandy,
Manthey Racing,
Porsche 911 GT3 R
24:00:09.010 = 142.736 km/h
Schnellste Runde #912, Richard Lietz / Patrik Pilet / Frad Makowiecki / Nick Tandy,
Manthey Racing,
Porsche 911 GT3 R
8:17.340 = 183.699 km/h

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kls. Team Fahrer Wagen Rdn. Gesamt (Std.)
Schnitt (km/h)
Rückstand
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
1 912 SP 9 Manthey
Racing
Richard Lietz,
Patrick Pilet,
Fred Makowiecki,
Nick Tandy
Porsche 911
GT3 R
135 24:00:09.010
142.736
-
8:17.340
30
2 4 SP 9 Mercedes-AMG
Team Black Falcon
Maro Engel,
Adam Christodoulou,
Manuel Metzger,
DirkMüller
Mercedes-AMG
GT3
135 24:00:35.423
142.693
26.413
8:17.631
30
3 5 SP 9 Mercedes-AMG
Team Black Falcon
Yelmer Buurman,
Thomas Jäger,
Jan Seyffarth,
Luca Stolz
Mercedes-AMG
GT3
135 24:10:32.377
141.714
10:23.367
8:21.795
8
4 7 SP 9-LG Aston Martin
Racing
Maxime Martin,
Marco Sorenson,
Nicki Thiim,
Darren Turner
Aston Martin
Vantage GT3
134 24:00:15.409
141.669
1 Runde
8:21.932
36
5 6 SP 9 Black Falcon Hubert Haupt,
Nico Bastian,
Erik Johansson,
Gabriele Piana
Mercedes-AMG
GT3
134 24:03:42.581
141.330
1 Runde
8:22.363
60
6 1 SP 9 Audi Sport
Team Land
Christopher Mies,
Kelvin v. der Linde,
Sheldon van der Linde,
Rene Rast
Audi R8
LMS
133 24:03:24.433
140.304
2 Runden
8:19.044
36
7 3 SP 9 Audi Sport
Team Phoenix
Christopher Haase,
Frank Stippler,
Frederic Vervisch,
Nico Müller
Audi R8
LMS GT3
133 24:04:25.185
140.206
2 Runden
8:20.326
36
8 22 SP 9 Wochenspiegel
Team Monschau
Oliver Kainz,
Jochen Krumbach,
Christian Menzel
Ferrari 488
GT3
132 24:02:29.072
139.339
3 Runden
8:24.752
58
9 44 SP 9 Falken
Motorsports
Klaus Bachler,
Sven Müller,
Martin Ragginger,
Dirk Werner
Porsche 911
GT3 R
132 24:02:31.260
139.335
3 Runden
8:18.170
4
10 16 SP 9 Landgraf
Motorsport
Kenneth Heyer,
Sebastian Asch,
Edward Sandström,
Tristan Vautier
Mercedes-AMG
GT3
132 24:03:13.780
139.267
3 Runden
8:24.263
5

Das vollständige Gesamtergebnis findet Ihr hier!

Klassensieger

Kls. Gest./Gew. # Team Fahrer Wagen Rdn. Schnitt (km/h) Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
AT 5/3 320 Care For Climate Thomas von Löwis of Menar,
Smudo,
Daniel Schellhaas,
Axel Duffner
Porsche
911 GT3 Cup
122 129.184 8:56.653
2
CUP3 10/7 302 Mühlner Motorsport,
H&R Spezialfedern
GmbH & Co. KG
Michael Rebhan,
Timo Mölig,
Tobias Müller,
Moritz Kranz
Porsche
Cayman
GT4 CS
122 129.179 9:11.912
5
CUPX 3/3 202 Isert Motorsport Ferdinand Stuck,
Johannes Stuck,
Volker Strycek,
Max Friedhoff
KTM X-Bow
GT4
122 129.245

9:02.904
2

Cup5 15/10 256 Securtal Sorg
Rennsport
Tristan Viidas,
Heiko Eichenberg,
Yannick Mettler,
Torsten Kratz
BMW M235i
Racing
120 126.950 9:32.705
3
SP10 5/3 66 Black Falcon
Team IDENTICA
Carlos Gomez,
Stefan Karg,
Fidel Leib,
Kim-Luis Schramm
Mercedes-
AMG GT4
116 122.277 9:15.816
11
SP3 14/9 126 AVIA Racing Stephan Epp,
Gerrit Holthaus,
Tobias Overbeck,
Daniel Overbeck
Renault Clio
RS Cup Avia Racing
111 117.298 10:03.899
10
SP3T 3/3 90 Subaru Tecnica
International Inc.
Carlo Van Dam,
Tim Schrick,
Hideki Yamauchi,
Takuto Iguchi
Subaru
WRX STI
112 118.210 9:10.316
2
SP4 2/2 325 Scuderia Solagon

Carsten Meurer,
Sebastian Schemmann,
Daniel Jolk,
Paul Martin Dose

BMW 325i 102 107.413 10:39.700
27
SP4T 1/1 86 MSC Sinzig Jose Visir,
Eduardo Romanelli,
Benjamin Decius,
AchimEwenz
VW Golf 5
R-Line GTI
97 102.034 10:15.532
46
SP6 4/3 65 Proom Racing Volker Wawer,
Achim Wawer,
Rob Thomson,
Michael Grassl
Porsche
Cayman
116 122.518 9:30.258
38
SP7 7/5 55 Prosport-
Performance
GmbH
Charles Putman,
Charles Espenlaub,
Joe Foster, 
Xavier Maassen
Porsche 911
GT3 Cup
124 130.152 9:02.071
6
SP8 7/5 46 rent2Drive-
FAMILIA-racing
David Ackermann,
Dmitriy Lukovnikov,
Csaba Walter,
Jörg Wiskirchen
Porsche 991
GT3 Cup MR
120 125.845 8:57.652
2
SP8T 7/6 190 Mercedes-AMG
Team Driving
Academy
Bernd Schneider,
Patrick Simon,
Christian Gebhardt,
Jethro Bovingdon
Mercedes-
AMG GT
127 133.533 8:48.958
5
SP9 28/20 912 Manthey Racing Richard Lietz,
Patrick Pilet,
Fred Makowiecki,
Nick Tandy
Porsche
911 GT3 R
135 142.736 8:17.340
30
SP9 LG 2/1 7 Aston Martin
Racing
Maxime Martin,
Marco Sorenson,
Nicki Thiim,
Darren Turner
Aston Martin
Vantage GT3
134 141.669 8:21.932
36
SP
PRO
1/1 56 Toyota Gazoo
Racing
Takeshi Tsuchiya,
Takamitsu Matsui,
Naoya Gamou,
Yuichi Nakayama
Lexus LC 97 101.716 8:45.355
2
SPX 2/2 705 Scuderia Cameron Glickenhaus,
Franck Mutsch
Thomas Mutsch,
Franck Mailleux,
Andreas Simonsen,
Jeff Westphal
SCG003c 129 135.740 8:22.910
36
SPY 2/2 63 Dörr Motorsport,
Giti Tire
Marc Basseng,
Manuel Lauck,
Nico Verdonck
Lamborghini
Huracan
Super Trofeo
107 112.574 8:54.864
22
TCR 9/5 178 Bas Koeten
Racing
Antti Buri,
Kari-Pekka Laaksonen,
Olli Kangas,
Jordi Gene
Seat Cupra
TCR
121 128.122 9:20.423
3
V4 5/5 155 Securtal Sorg
Rennsport
Torsten Kratz,
Kevin Totz,
Cedrik Totz,
Oliver Frisse
BMW 325i 110 116.595 10:20.552
10
V5 7/5 144 Pixum Team
Adrenalin Motorsport
Christian Büllesbach,
Andreas Schettler,
Ioannis Smyrlis,
Carlos Arimon
Porsche
Cayman
111 117.688 9:57.826
10
V6 5/3 138 Black Falcon
Team TMD Friction
Stephan Köhler,
Axel König,
Norbert Schneider,
Alexander Böhm
Porsche
991 Carrera
113 119.939 9:49.237
4
VT2 2/2 165 rent2Drive-
FAMILIA-racing
Axel Jahn,
Lutz Wolzenburg,
Andrei Sidorenko,
Oliver Greven
Renault
Megane RS
105 110.385 10:23.982
40

Das vollständige Klassenergebnis findet Ihr hier!

Video

Zur Übersicht "46. ADAC Zurich 24h-Rennen Nürburgring"  
Zur Übersicht "24h-Rennen Nürburgring"


Quelle: 24h-Rennen Nürburgring
Fotos: 24h-Rennen Nürburgring/Gruppe C GmbH; Porsche AG/Gruppe C Gmbh; RACEPIX; FDNS/Christoph de Haar
Vieo: YouTube/ADAC Zurich 24h-Rennen Nürburgring

* Auszug aus dem vorläufigen Zeitplan, Zeiten können abweichen