Mike Hesse: Podestplätze am liebsten auf dem Nürburgring

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Mike Hesse ist einer der wenigen Fahrer, die seit Beginn des Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup am GT4-Markenpokal teilnehmen. Der 25-Jährige hat kein einziges Rennen ausgelassen und durfte sich bisher über zwei Podestplätze freuen. Die erreichte er ausgerechnet am Nürburgring, wo der Audi R8 Cup an diesem Wochenende bereits zum zweiten Mal in dieser Saison gastiert. Und Hesse setzt alles daran, im Schatten der Nürburg wieder in die Top 3 vorzudringen.

„Ich weiß nicht, warum mir der Nürburgring liegt“, ist Mike Hesse ehrlich. „Ich bin hier nicht besonders oft gefahren, es ist nicht unbedingt meine Lieblingsrennstrecke und ich habe hier keine speziellen Erfahrungen gemacht. Ich kann es wirklich nicht erklären, warum ich am Nürburgring immer recht gut abgeschnitten habe – vor allem im Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup. Aber von mir aus kann es gerne so weitergehen.“

Hesse stellt nicht nur in der Eifel hohe Ansprüche an sich, auch auf anderen Pisten möchte er glänzen. „Ich denke, ich sollte auf jeder Strecke in die Top 3 fahren können, was auch immer mein Ziel ist. In Most sah es ja auch nicht so schlecht aus, aber dann wurde ich von einem Rivalen aus dem Rennen geworfen. Ich glaube sowieso, dass es im Audi R8 Cup vor allem Kopfsache ist, ob man vorne oder im Mittelfeld landet. Wir Stammfahrer unterscheiden uns fahrerisch nicht so extrem, so dass man, möchte man ganz vorne abgewinkt werden, zu einhundert Prozent fokussiert sein muss. Wenn das nicht der Fall ist, wird es schwierig.“ Um diese volle Fokussierung in jedem Training, Qualifying und Rennen noch besser zu erreichen, denkt Hesse nun über die Hinzuziehung eines Mentaltrainers nach. „Ich habe mich schon umgeschaut, aber bisher noch keinen gefunden.“

Dass er den Kopf an der Rennstrecke nicht immer frei hat, liegt unter anderem an seiner Ausbildung. Er befindet sich aktuell in der Endphase seines Maschinenbau-Studiums an der RWTH Aachen, gibt in ein paar Tagen seine Abschlussarbeit ab. „Parallel laufen aber schon die Bewerbungen. Ich habe bereits einige Tests und Gespräche absolviert und es werden in den kommenden Tagen noch weitere folgen.“ Am liebsten würde Hesse bei einer Fluglinie anfangen und dort neben einer Ingenieurstätigkeit auch als Linienpilot arbeiten. „Es gibt Fluglinien, bei denen man beides kombinieren kann.“ Sportlich sieht er sich auch in Zukunft im GT4-Bereich. „Ich bin nun zwei Jahre im Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup gefahren. Ich denke, was ich hier gelernt habe, ist eine gute Grundlage für den Sprung in eine Rennserie wie die ADAC GT4 Germany oder die GT4-Europameisterschaft.“


Quelle: Audi Sport Seyffart R8 LMS Cup