35. ADAC Truck Grand Prix 2022 | Prototype Cup Germany | 1. Rennen

Hauptkategorie: News
  • 35. ADAC Truck Grand Prix
  • Veranstalter: ADAC Mittelrhein e.V., Koblenz
  • GP-Strecke, 3618 m

Zeitplan "Prototype Cup Germany"*

Freitag, 15. Juli 2022 
10:05 - 10:40 Uhr Freies Training 1 Prototype Cup Germany  
14:05 - 14:45 Uhr Freies Training 2 Prototype Cup Germany  
Samstag, 16. Juli 2022 
09:30 - 09:50 Uhr Warm Up Prototype Cup Germany  
12:45 - 13:00 Uhr Qualifying 1 Prototype Cup Germany  
15:45 - 16:45 Uhr Rennen 1 Prototype Cup Germany  
17:00 - 17:10 Uhr Siegerehrung Prototype Cup Germany  
Sonntag, 17. Juli 2022 
09:55 - 10:10 Uhr Qualifying 2 Prototype Cup Germany  
14:55 - 15:55 Uhr Rennen 2 Prototype Cup Germany Rennbericht
16:10 - 16:20 Uhr Siegerehrung Prototype Cup Germany  

Das Rennen

Formel-1-Weltmeistersohn Hunt und Siljehaug gewinnen auf dem Nürburgring

  • Erster LMP3-Sieg für den Sohn von James Hunt
  • Fahrzeuge von drei Marken auf dem Podium
  • Trophy-Erfolg für Matthias Lüthen von Mühlner Motorsport

16.07.2022, Nürburg | Mads Siljehaug (26/NOR) und Freddie Hunt (35/GBR, beide Reiter Engineering) triumphieren im Ligier JS P320 im Samstagsrennen des Prototype Cup Germany auf dem Nürburgring. In einem ereignisreichen Rennen fahren Axcil Jefferies (28/ZWE) und Maximilian Hackländer (32/Rüthen, beide Konrad Motorsport) in der Ginetta G61-LT-P3 auf Platz zwei. Klaus Abbelen (61/Barweiler) und Felipe Fernández Laser (33/Leipzig, beide Frikadelli Racing) werden Dritte. Der Frikadelli-Ligier startet auf dem Nürburgring in einer Einladungsklasse, somit komplettieren Oscar Tunjo (26/COL) und Mateo Villagomez (19/ECU, beide Rinaldi Racing) im Duqueine D08 das Podium. „Es ist nicht nur mein erster Sieg im Prototype Cup Germany, sondern auch mein erster Sieg in einem LMP3. Somit bin ich natürlich überglücklich. Nach Überqueren der Ziellinie musste ich meine Emotionen im Cockpit mächtig zurückhalten“, erklärt Freddie Hunt, der Sohn des Formel-1-Weltmeister von 1976 James Hunt, nach dem Rennen.

Strahlende Sieger: Mads Siljehaug (li.) und Freddie Hunt

Das Samstagsrennen auf dem Nürburgring begann Donar Munding (20/Stuttgart) im Duqueine von der Pole-Position. Der Mühlner Motorsport-Pilot erwischte jedoch einen schlechten Start und wurde gleich auf dem Weg zur ersten Kurve von mehreren Fahrzeugen überholt. So übernahm Ligier-Fahrer Berkay Besler (23/TUR, Toksport WRT) die Führung gefolgt von Tunjo im Duqueine. Das Duo konnte sich im weiteren Rennverlauf etwas an der Spitze absetzen. Um Rang drei entwickelte sich derweil ein sehenswerter Kampf zwischen Siljehaug im Reiter-Ligier und Jefferies in der Konrad-Ginetta. Nach rund zehn Rennminuten setzte sich der Norweger durch und machte sich an die Verfolgung der beiden Führenden.

Zu Rennmitte dann ein Schock im Toksport WRT-Lager: Besler drehte sich in der Boxeneinfahrt in die Leitplanke und beschädigte dabei das Heck seines Ligier. Somit gab es den Ausfall für den Doppelsieger des Saisonauftakts in Spa-Francorchamps. Der Rest der Spitzengruppe kam erst kurz vor Schließen des Boxenstoppfensters zum obligatorischen Fahrerwechsel. Dabei ging Hunt, der vom 2019er Champion der ADAC GT4 Germany Siljehaug übernommen hatte, in Führung vor Tunjos Teamkollege Villagomez.

Hunt kontrollierte im zweiten Rennabschnitt die Spitze und fuhr schließlich mit einem Vorsprung von über fünf Sekunden zum Sieg. Villagomez hatte rund zwanzig Minuten vor Rennende einen Dreher, was die drittplatzierte Konrad-Ginetta von Hackländer aufschließen ließ. Der frühere ADAC GT Masters-Pilot überholte wenig später den Südamerikaner mit einem gekonnten Manöver in der AMG-Arena und sicherte sich gemeinsam mit Axcil Jefferies den Silberrang.

Auch Felipe Fernández Laser fuhr im Ligier noch an Villagomez vorbei, was ihm zusammen mit Abbelen Platz drei einbrachte. Hinter Villagomez, der auch die Junior-Wertung für sich entschied, belegten die beiden Duqueine-Duos Gary Hauser (30/LUX) und Sebastian von Gartzen (29/Butzbach, beide Racing Experience) sowie Matthias Lüthen (41/Hamburg) und Donar Munding (20/Stuttgart, beide Mühlner Motorsport) die Plätze fünf und sechs. Lüthen gewann somit auch die Trophy.Wertung. Die Top Acht komplettierten die zwei Ligier von Thibaut Ehrhart (20/FRA, Pegasus Racing) sowie von Giorgio Rosa (36/ITA) und Aleksey Chuklin (36/UKR, beide Speed Factory Racing).

Mads Siljehaug- Sieger für Reiter Engineering: „Ich freue mich sehr über den Sieg. Unser Team hat seit dem Saisonbeginn sehr hart dafür gearbeitet. In meinem Stint konnte ich schnell Platz drei übernehmen. Ich sah die beiden Leader vor mir. Sie waren ebenfalls schnell unterwegs. Somit habe ich meine Pace kontrolliert und auf das Autos geachtet. Ich konnte den Ligier in einem guten Zustand an Freddie übergeben.“

Siegerauto: Der Reiter-Ligier JS P320 vor der Ginetta G61-LT-P3 von Konrad Motorsport

Axcil Jefferies - Platz zwei für Konrad Motorsport: „Es war ein gutes Rennen. Das Auto hat sich super angefühlt und unser Team hat beim Stopp einen guten Job gemacht. Somit sind wir absolut zufrieden. Wir hatten nicht die Pace der Sieger. Der Start war aber klasse.“

Maximilian Hackländer - Platz zwei für Konrad Motorsport: Es ist natürlich super, gleich in meinem ersten Prototypen-Rennen auf das Podium zu fahren. Axcil hat einen grandiosen Stint hingelegt. Wir haben uns aus allem herausgehalten. Ich freue mich bereits auf den Sonntag, denn bislang war ich noch nie mit frischen Reifen im LMP3 unterwegs.“

Mateo Villagomez - Sieger Junior-Wertung für Rinaldi Racing: „Es ist das erste Podiumsergebnis für mich in Europa. Darüber bin ich natürlich sehr glücklich, insbesondere weil das Wettbewerbsniveau im Prototype Cup Germany so hoch ist. Mein Dank geht an die Organisation und das Team. In meinem Stint hatte ich viel Spaß.“

Matthias Lüthen - Sieger Trophy-Wertung für Mühlner Motorsport: „Es war ein interessantes Rennen und eine tolle Erfahrung. Natürlich hat der Start nicht so geklappt, wie wir das wollten. Im Rennen haben wir unseren Rhythmus gefunden und ein gutes Ergebnis nach Hause gefahren. Ich freue mich natürlich über den Sieg in der Trophy-Wertung, doch für uns zählt in erster Linie die Gesamtwertung.“

Pole Position #21, Donar Munding / Matthias Lüthen,
Mühlner Motorsport,
Duqueine D08
Gestartet 11
Gewertet 7
Nicht gewertet 3
Disqualifiziert 1
Sieger #24, Mads Siljehaug / Freddie Hunt
Reiter Engineering,
Ligier JS P320
38 Runden, 56:28.793 Min. = 146.053 km/h
Schnellste Runde #33 Óscar Tunjo / Mateo Villagomez,
Rinaldi Racing,
Duqueine D08,
1:21.864 Min. = 159.103 km/h

Video (Re-Live)

Gesamtergebnis

  # Kl. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Min.)
Schnitt (km/h)
Rückstand (Min.)
Schn.-Rnd. (Min.)
Schnitt (km/h)
in Runde
1. 24 LMP3 Reiter Engineering Mads Siljehaug / Freddie Hunt Ligier JS P320 38 56:28.793
146.053
1:22.125
158.597
4
2. 2 LMP3 Konrad Motorsport Axcil Jefferies / Maximilian Hackländer Ginetta G61-LT-P3 38 56:33.814
145.837
0:05.021
1:22.366
158.133
9
3. 30 INV Frikadelli Racing Klaus Abbelen / Felipe Fernández Laser Ligier JS P320 38 56:36.007
145.742
0:07.214
1:21.974
158.889
17
4. 33 LMP3 Rinaldi Racing Óscar Tunjo / Mateo Villagomez Duqueine D08 38 56:48.227
145.220
0:19.434
1:21.864
159.103
9
5. 12 LMP3 Racing Experience Gary Hauser / Sebastian von Gartzen Duqueine D08 38 56:53.902
144.979
0:25.109
1:22.632
157.624
12
6. 21 LMP3 Mühlner Motorsport Donar Munding / Matthias Lüthen Duqueine D08 38 57:11.404
144.239
0:42.611
1:22.712
157.472
13
7. 23 LMP3 Pegasus Racing Thibaut Ehrhart Ligier JS P320 38 57:48.552
142.694
1:19.759
1:24.299
154.507
16
Nicht gewertet         
  72 LMP3 Koiranen Kemppi Motorsport Jesse Salmenautio / Sebastian Arenram Duqueine D08 18 27:50.937
140.308
20 Runden
1:22.500
157.876
10
  7 LMP3 Toksport WRT Berkay Besler / Marvin Dienst Ligier JS P320 17 25:24.430
145.249
21 Runden
1:22.096
158.653
9
  70 LMP3 GEBHARDT Motorsport Jacob Erlbacher / Michael Herich Ginetta G61-LT-P3 4 5:42.961
151.910
34 Runden
1:23.092
156.752
4
Ausgeschlossen         
  5 LMP3 Speed Factory Racing Giorgio Rosa / Aleksey Chuklin Ligier JS P320 34 51:45.770
142.587
4 Runden
1:23.538
155.915
19

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Quelle und Fotos: ADAC Motorsport
Video: YouTube/ADAC