VLN 3. Lauf 2012 "54. ADAC ACAS H&R-Cup"

Hauptkategorie: VLN
  • 3. Lauf VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2012
  • Veranstalter: AC Altkreis Schwelm e.V. im ADAC
  • Nordschleife und GP-Strecke (Kurzanbindung)
  • DMSB Reg.-Nr. 67/12

Zeitplan*

Samstag, 28. April 2012
07:45 Uhr Fahrerbesprechung
08:30 - 10:00 Uhr Zeittraining
10:20 - 11:05 Uhr Tourenwagen-Revival
11:25 - 11:40 Uhr Startaufstellung
11:40 - 12:00 Uhr Einführungsrunde
12:00 - 16:00 Uhr Rennen | 4 Stunden
ca. 18:30 Uhr Siegerehrung

Das Rennen

Zweiter Sieg in Folge für Lieb/Krumbach

Nürburgring. Marc Lieb (Ludwigsburg) und Jochen Krumbach (Eschweiler) triumphierten nur zwei Wochen nach ihrem ersten Saisonsieg zum zweiten Mal. Das Duo gewann im Porsche 911 GT3 von Manthey-Racing auch den dritten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft. Nach 26 Runden auf der 24,369 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife betrug der Vorsprung auf die zweitplatzierten Christopher Mies (Heiligenhaus) und Markus Winkelhock (Berglen-Steinach) im Audi R8 LMS von Phoenix-Racing eine Runde. Auf Platz drei komplettierten Uwe Alzen (Betzdorf), Dirk und Jörg Müller (Schweiz/Monaco) mit dem BMW Z4 GT3 von Schubert-Motorsport den bunten Markenmix auf dem Podium. Nick Heidfeld (Mönchengladbach) beendete seinen ersten Renneinsatz auf der Nordschleife im McLaren MP4 GT3 gemeinsam mit Sascha Bert (Ober-Ramstadt) auf dem sechsten Rang.

Der 54. ADAC ACAS H&R-Cup wurde fünf Minuten vor Rennende mit der roten Flagge abgebrochen. Im Streckenabschnitt Tiergarten kollidierte Dirk Müller im drittplatzierten BMW mit dem Ginetta G50 von David Knox und Clive Richards (beide Großbritannien). Während Müller mit dem Schrecken davonkam, wurde Richards zur Untersuchung in das Sankt-Josef-Krankenhaus in Adenau eingeliefert. Es wurden keine schweren Verletzungen festgestellt, so dass er die Klinik noch am Abend verlassen konnte.

Im Zeittraining am Morgen sicherten sich Alzen/Müller/Müller mit einer Bestzeit von 8:20,281 Minuten die Pole-Position. In der Startphase musste sich Jörg Müller zunächst den starken SLS AMG GT3 von ROWE RACING und dem Hankook-Team Heico geschlagen geben. Der Heico-SLS mit Kenneth Heyer (Wegberg), Christian Frankenhout (Niederlande), Pierre Kaffer (Schlieren) und Andreas Simonsen (Schweden) schied nach einem Unfall in Runde sieben vorzeitig aus. Klaus Graf (Dornahn) ereilte nur eine Runde später das gleiche Pech. Mit einem Rundenabzug wegen Missachtung von Flaggensignalen wurde das Trio Bernd Schneider (Schweiz), Alexandros Margaritis (Köln) und Lance David Arnold (Duisburg) bestraft und schied ebenfalls aus dem Kampf um den Tagessieg aus. Es entbrannte ein packender Dreikampf der drei später Erstplatzierten, den schließlich Manthey-Racing für sich entschied. „Ich könnte mich an dieses Gefühl gewöhnen“, freute sich Krumbach. „Zwei Siege innerhalb von zwei Wochen sind fantastisch. Die Spitzengruppe liegt sehr nahe beieinander. Am Ende hat vielleicht der sehr gute Treibstoffverbrauch des Porsche den Ausschlag gegeben.“ Jörg Müller stimmte zu: „An unserem Verbrauch müssen wir noch arbeiten. Ansonsten lief der Z4 heute wieder einwandfrei.“ Über das beste Saisonergebnis für Audi freute sich Mies: „Das war ein guter Einstand mit dem neuen R8 Ultra, der erst gestern die ersten Nordschleifenkilometer absolviert hat. Platz zwei ist der Lohn für die harte Arbeit, die hinter dem Projekt steckt.“ Winkelhock ergänzte: „Im Vergleich zu dem Vorgängermodell ist der Ultra deutlich komfortabler zu fahren. Das lässt uns für die kommenden Rennen hoffen.“

Zufrieden zeigte sich nach seiner Rennpremiere auf der Nordschleife Nick Heidfeld. „Mein erster Stint war zugegeben noch etwas verkrampft“, räumte der Profi-Rennfahrer ein. „Aber in jeder Runde habe ich etwas über den McLaren dazugelernt. Der zweite Stint war dann schon deutlich entspannter. Die Atmosphäre rund um den Nürburgring war wirklich einmalig und ich freue mich sehr auf das 24h-Rennen in der \'Grünen Hölle\'.“

Hinter dem Spitzentrio fuhren Marc Basseng (Neusalza Spremberg), Christopher Haase (Kulmbach) und Frank Stippler (Bad Münstereifel) im zweiten Audi R8 LMS von Phoenix-Racing auf Platz vier vor Christian Menzel (Kelberg) und Wolfgang Kohler (Aldingen), die im Porsche 911 GT3 Cup den zweiten Wertungsgruppensieg feierten. Hinter Heidfeld/Bert belegte der verbliebene ROWE-SLS Platz sieben. Hinter dem Porsche 911 GT3 Cup des PZ Aschaffenburg und einem BMW Z4 GT3 von Marc VDS Racing schafften Stefan Mücke (Berlin), Darren Turner (Großbritannien), Tomas Enge (Tschechische Republik) und Oliver Mathai (Hannover) im Aston Martin des Team Young Driver AMR eine Top-10-Platzierung.

Den schnellsten VLN-Serienwagen – einen BMW M3 von Black Falcon – pilotierten Carsten Knechtges (Mayen) und Tim Scheerbarth (Dormagen) zusammen mit Steve Jans aus Luxemburg. Der Sieg bei den Gruppe-H-Fahrzeugen ging an Pavel Karmanov, Oleg Kvitka (beide Russland) und Venskunas Vytautas (Litauen) mit ihrem Porsche 911 RSR.

Nach dem ersten Saisondrittel teilen sich zwei Teams die Tabellenführung: Die Renault Clio Cup-Fahrer Jannik Olivo und Elmar Jurek (beide Berlin) liegen punktgleich mit Stein Tveten (Norwegen) und Guido Strohe (Bad Neuenahr-Ahrweiler), die in der Klasse der VLN-Serienwagen bis 2.500 ccm Hubraum einen BMW 325i pilotieren, auf Platz eins.

54. ADAC ACAS H&R-Cup
Pole-Position #19, Jörg Müller / Dirk Müller / Uwe Alzen,
BMW Team Schubert,
BMW Z4,
8:20.281 Min = 175.358 km/h
Gestartet 201
Gewertet 148
Nicht gewertet 53
Sieger #10, Jochen Krumbach / Marc Lieb,
Manthey Racing,
Porsche 911 GT3 R,
3:45:17.007 Std. = 168.746 km/h
Schnellste Runde #19, Jörg Müller / Dirk Müller / Uwe Alzen,
BMW Team Schubert,
BMW Z4,
8:13.815 Min. = 177.654 km/h in Rnd. 15

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kl. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt Schnitt Rückst. Schn.-Rnd. Schnitt in Rnd.
1 10 SP9 Manthey
Racing
Jochen Krumbach,
Marc Lieb
Porsche 911
GT3 R
26 3:45:17.007 168.746 - 8:18.651 175.931 24
2 5 SP9 Audi Sport
Team Phoenix
Christopher Mies,
Markus Winkelhock
Audi R8 LMS 25 3:36:42.505 168.676 1 Runde 8:16.214 176.795 24
3 19 SP9 BMW Team
Schubert
Jörg Müller,
Dirk Müller
BMW Z4 25 3:37:30.787 168.052 1 Runde 8:13.815 177.654 15
4 15 SP9 Audi Sport
Team Phoenix
Marc Basseng,
Christopher Haase,
Frank Stippler
Audi R8 LMS 25 3:42:06.330 164.577 1 Runde 8:18.329 176.045 5
5 96 CUP2 Manthey
Racing
Wolfgang Kohler,
Christian Menzel
Porsche 911
GT3 Cup
25 3:44:40.970 162.689 1 Runde 8:38.813 169.094 21
6 13 SP9 Gemballa
Racing
Sascha Bert,
Nick Heidfeld
McLaren
MP4 GT3
25 3:44:51.281 162.565 1 Runde 8:25.342 173.602 23
7 6 SP9 ROWE
RACING
Michael Zehe,
Marko Hartung,
Roland Rehfeld,
Mark Bullitt
Mercedes-Benz
SLS AMG GT3
25 3:44:56.630 162.501 1 Runde 8:23.818 174.127 5
8 98 CUP2 PZ
Aschaffenburg
Uwe Alzen,
Philipp Wlazik,
Robert Renauer
Porsche 911
GT3 Cup
25 3:45:12.664 162.308 1 Runde 8:40.023 168.701 22
9 16 SP9 MARC VDS
RACING TEAM
Bas Leinders,
Markus Palttala,
Maxime Martin
BMW Z4 24 3:35:51.039 162.572 2 Runden 8:19.788 175.531 22
10 37 SP9 Young Driver
AMR GmbH
Stefan Mücke,
Darren Turner,
Tomas Enge,
Oliver Mathai
Aston Martin
Vantage GT3
24 3:36:58.219 161.733 2 Runden 8:26.565 173.183 6

Das vollständige Gesamtergebnis findet Ihr hier!

Newsflash-Video

Klassensieger

Kl. Gest./Gew. # Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Schnitt (km/h)
Schn.-Rnd. (Min.)
Schnitt (km/h)
in Runde
CUP2 5/4 96 Manthey Racing Wolfgang Kohler
Christian Menzel
Porsche 911 GT3 Cup 25 3:44:40.970
162.689
8:38.813
169.094
21
CUP3 18/17 701 - Jannik Olivio
Elmar Jurek
Renault Clio 22 3:35:05.690
149.548
9:32.227
153.310
4
H1 1/1 653 Team Rally Top Max Langenegger Citroen Saxo VTS 19 3:29:34.172
132.561
10:44.985
136.016
8
H3 5/3 627 - Werner Bauer
Markus Hofbauer
BMW M3 20 3:31:49.967
138.047
9:30.798
153.694
3
H4 5/2 614 - Pavel Karmanov
Oleg Kvitka
Venskünas Vytautas
Porsche 911 RSR 22 3:37:07.289
148.152
9:19.484
156.802
21
SP2 1/1 368 - Ralf Wiesner
Arnold Höppe
Ford Fiesta 19 3:38:26.271
127.179
10:36.962
137.729
17
SP2T 6/3 387 - Michael Bohrer
Stephane Caillet
Jürgen Nett
Peugeot RCZ 22 3:40:46.173
145.704
9:43.732
150.289
4
SP3 13/8 301 - Markus Fugel
Uwe Wächtler
Honda Civic 22 3:39:10.044
146.769
9:37.296
151.964
20
SP3T 18/13 331 LMS Engineering Philipp Leisen
Devis Schwägli
Michael Rebhan
VW Scirocco GT24 23 3:38:58.441
153.576
9:03.978
161.272
2
SP4 3/2 260 - Thomas Kugelmann
Roland Mühlbauer
BMW 325i 20 3:36:38.314
134.984
9:43.965
150.229
4
SP4T 5/3 272 Raeder Motorsport Elmar Deegener
Jürgen Wohlfarth
Christoph Breuer
Audi TT RS 24 3:38:14.194
160.795
8:38.501
169.196
1
SP5 7/4 243 MSC-Rhön e.V. im AvD Pierre de Thoisy
Thierry Depoix
Kurt Thiel
BMW 1er Coupe 21 3:32:35.757
144.429
9:31.347
153.547
2
SP6 2/2 217 Dörr Motorsport GmbH Rolf Scheibner
Rudi Adams
Stefan Aust
Frank Weishar
BMW Z4 Coupe 23 3:40:15.824
152.677
8:52.733
164.676
5
SP7 13/10 79 - Andreas Weiland
Bert Flossbach
Anders Buchardt
Porsche 911 GT3 Cup 23 3:37:04.935
154.915
8:55.341
163.874
21
SP8 7/5 152 Gazoo Racing Takayuki Kinoshita
Iida Akira
Juichi Wakisaka
Lexus LFA 24 3:38:04.208
160.918
8:34.135
170.633
13
SP9 27/17 10 Manthey Racing Jochen Krumbach
Marc Lieb
Porsche 911 GT3 R 26 3:45:17.007
168.746
8:18.651
175.931
24
SP10 12/11 190 - Henry Walkenhorst
Michael Schrey
BMW M3 23 3:38:44.056
153.745
9:09.734
159.583
12
V2 4/4 550 MSC Wahlscheid e. V. im ADAC Matthias Butz
Bernd Seidel
BMW 318iS 20 3:38:05.584
134.084
10:35.990
137.940
10
V3 3/3 533 - Frank Kuhlmann
Mark Giesbrecht
Frank Neugebauer
Honda Civic Type R 20 3:39:25.290
133.272
10:33.134
138.562
5
V4 11/9 501 - Stein Tveten
Guido Strohe
BMW 325i 21 3:37:05.722
141.435
10:00.516
146.088
2
V5 9/9 450 - Dominik Thiemann
Guido Wirtz
Hajo-Franz Müller
BMW M3 22 3:40:03.378
146.177
9:37.552
151.897
4
V6 17/12 1 Black Falcon Team TMD Friction Carsten Knechtges
Tim Scheerbarth
Steve Jans
BMW M3 22 3:36:33.222
148.541
9:24.430
155.428
4
VD3T 1/1 574 - Sergio Rodriguez
Emmanuel Tufaro
BMW 335d 13 3:31:40.178
89.799
11:08.101
131.310
9
VT2 5/4 520 Vulkan-Racing Mintgen Motorsport Don Draper
Axel Linther
Renault Megane 21 3:35:46.071
142.305
9:56.020
147.190
13

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Quelle: VLN-Media
Video: Youtube/VLN
* Auszug aus dem Programmheft "Racing News", Zeiten können abweichen