10. Juni 2004: CHC 4. Lauf: Feste Nürburg

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  • Zweiter Saisonsieg für Wilhelm Dohmen/Jochen Krumbach

Der Aachener Wilhelm Dohmen und Jochen Krumbach aus Eschweiler feierten beim vierten Lauf zum Castrol-HAUGG-Cup „Um die Willi Hieke Pokale“ ihren zweiten Saisonsieg. Am Steuer des KRS-BMW M3 E30 siegte das Duo nach 12 Runden auf der Nürburgring-Nordschleife in Verbindung mit der Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses (=293,196 Kilometer). Krumbach/Dohmen übernahmen Dank diesem Erfolg auch die Tabellenführung von Hans-Rolf Salzer aus Alpenrod, trotz dessen Sieg in der Gruppe N/F2005 über 2000 ccm. Die höhere Anzahl der Mitbewerber gab hierbei den Ausschlag. Mit 8.19,904 Minuten verpasste Uwe Alzen am Steuer des Vitaphone-Porsche Turbo seinen eigenen Rundenrekord nur um 0,6 Sekunden. Insgesamt starteten 151 Teams zur Rundstrecken-Challenge „Hohes Venn“ der veranstaltenden ADAC-Clubs Motor-Club Roetgen und Scuderia Augustusburg Brühl im Rahmen des ADAC-Zürich-24 Stunden-Rennens.

Von der ersten Runde lieferten sich Dohmen/Krumbach, Rudolf Bandl (Walldürn) im Audi A4 sowie Edgar Dören Motorsport-Pilot Matthias Holle im Porsche 993 einen spannenden Dreikampf um den Gesamtsieg. Von diesem Trio drehte Brandl die schnellsten Sprintrunden, kassierte aber insgesamt 40 Strafpunkte in den Sollrunden und mußte sich Dohmen/Krumbach um 24 Punkte geschlagen geben. Platz drei in der Klasse der Specials über 2000 ccm belegte bei seinem CHC-Debüt der Bonner Gerrit Gaastra im Mitsubishi Carisma. Dem Gesamtdritten Matthias Holle blieb als „Trost“ der Sieg in der Gruppe H/F über 2000 ccm.

Mit 24 Startern war die Gruppe H/F bis 2000 ccm am stärksten besetzt. Nur die wenigsten Teams blieben in den Sollrunden strafpunktefrei, so dass der kleinste Fehler gleich mehrere Ränge kosten konnte. Zunächst übernahm Marcus Müller (Bleialf) im Opel Manta die Führung, technische Probleme beendeten die Fahrt aber in der siebten Runde. Vater und Tochter Klaus und Julia Flint (Melle) übernahmen die Spitze und gaben diese bis in Ziel nicht mehr ab. Nur in der ersten Runde war das Honda Integra-Duo eine Sekunde zu schnell und bekam zehn Strafpunkte. Bis zum Ziel konnten Flint/Flint 44 Punkte Vorsprung auf Karl-Eduard Reinders aus Mönchengladbach im Peugeot 205 herausfahren, der als einer von nur fünf Teams in den Sollrunden eine weiße Weste behielt. Mathias Bungard/Dr. Gunther David (Eitorf/Mönchengladbach) freuten sich am Steuer des Escher-VW Golf über das beste Saisonergebnis, vergaben aber mit 30 Strafpunkten einen möglichen zweiten Rang. Udo Wachsmuth/Bastian Krause (Nachrodt/Dortmund) wurden mit einem weiteren Escher-VW Golf vierte vor Markus Schumacher/Marcel Schmidt (Bonn/Wuppertal) im BMW 320iS. Jürgen Dorband aus Wuppertal schraubte über zehn Minuten am Bereich Ex-Mühle an seinem VW Derby, konnte aber dennoch in der Gruppe H/F bis 1300 ccm den Klassensieg feiern.

In der Gruppe N/F2005 bis 1600 ccm siegte das Vater-Sohn-Team Ralf und Tobias Trunz aus Krefeld mit dem VW Lupo vor Michael Milz/Christian Biada (Zingsheim/Kall) im Citroen AX und Markus Krautkrämer (Neunkirchen) im VW Polo GT. Die bisherigen Tabellenzweiten Michael Schmidtke und Kuno Kuttenkeuler (beide Köln) waren in der Gruppe N/F2005 bis 2000 ccm auf dem Weg zum dritten Saisonsieg, doch Kuttenkeuler kassierte in der neunten Runde 40 Strafpunkte und fiel auf Platz zwei zurück. Umso größer die Freude bei Armin Bickmann/Markus Schleypen aus Herzogenrath, die nach zweijähriger Durststrecke endlich wieder einen Klassensieg im Opel Kadett landeten.

Einen spannenden Dreikampf um Platz zwei hinter Matthias Holle lieferten sich in der Gruppe H/F über 2000 ccm Marcel und Pascal Krichel (Geilenkirchen) im Porsche 968 CS, Bernd Huber/Christer Hallgren (Waldbröl/Düsseldorf) sowie Michael und Rudolf Rank (Morsbach/Waldbröl) im Opel Manta. Im Ziel war das Trio nur durch 23 Punkte getrennt. Bei den Specials bis 1400 ccm freute sich Peter Herberg (Weilerswist) im KRS-VW Polo über den zweiten Saisonsieg vor dem Schweizer Yves Bucher im Suzuki Swift. Ebenfalls den zweiten Saisonsieg landete der Bonnfinanz-Ford Escort RS 2000 mit Christoph Czwielung aus Bonn und Alexander Roth aus Ebersbach bei den Specials bis 2000 ccm. Markenkollege Jörg Weber (Kehrig) wurde zweiter vor Robert und Annette Krengel (Siegburg) im Renault Megane.

Bei den VLN-Serienwagen bis 1850 ccm meldete sich der amtierende Meister Ulrich Ehret aus Buchen mit einem Klassensieg eindrucksvoll zurück. Der BMW 318iS-Pilot profitierte allerdings vom Motorschaden der lange Zeit führenden Ludger Henrich (Schmitten) und Jürgen Schulten (Hamminkeln) im Pink Power-Opel Corsa. Doppeltes Pech für das Opel-Duo in der mit 11 Fahrzeugen stark besetzten Klasse, denn der Ausfall kostete nicht nur Plätze im CHC, sondern auch reichlich Punkte für den Opel-Sportpokal. Die BMW 318i-Teams Ralf Grass/Torsten Kratz (Ueden/Mönchengladbach) und Patrick Bürgisser/Charles Dean (Schweiz/England) komplettierten die ersten drei.

Träger und Sälzer enteilen der Konkurrenz im CHC light
Der Bochumer Holger Träger (VW Golf) und Guido Sälzer (NSU TT) aus Sprockhövel enteilen der Konkurrenz in der Michaela-Lochmann-Trophy, kurz CHC light genannt. Beide Piloten feierten beim vierten Lauf im der Rahmen der ADAC-Zürich-24 Stunden auf dem Nürburgring jeweils einen Klassensieg. Titelverteidiger Christof Degener aus Hattingen rückte auf Rang drei vor. Nach sieben Runden auf der Nürburgring-Nordschleife in Verbindung mit der Grand-Prix-Kurs-Kurzanbindung blieb Holger Träger bei den Specials bis 2000 ccm strafpunktfrei. Die VW Golf-Markenkollegen Christof Degener und Beifahrer Dirk Kehrberg wurde zweite vor Vater und Sohn Tilo und Bodo Schadrack aus Düsseldorf mit der Lotus Elise.

Hauchdünn die Entscheidung bei den Specials bis 1600 ccm: Guido Sälzer siegte mit 0,1 Strafpunkten Vorsprung hauchdünn vor Sebastian Siek aus Bielefeld im Suzuki Swift. Die Solinger Michael Drexelius/Bastian Teiwes fuhren im Opel Kadett D auf den dritten Platz. Hinter den Brüdern Gerd und Peter Hoven (Jüchen/Aldenhoven) im Opel Astra wurde Benno Cormann (Neuenrade) in Jörg Kosmallas etatmäßigem CHC-Opel Corsa fünfter. Mit dem eigens für die 24 Stunden neuaufgebauten Opel Corsa CHC endete das „Roll-Out“ schon in der vierten Runde, als Jörg Kosmalla (Köln) und seine Beifahrerin Bürgül Baytekin (Leverkusen) von einem defekten Zündverteiler in Breidscheid gebremst wurden.

Mit acht Fahrzeugen waren die Specials über 2000 ccm so stark wie noch nie besetzt. Michael Daum aus Merzig, einer der vier Piloten vom Team CHC, siegte zusammen mit Beifahrer Peter Sondag (Perl) im VW Golf GTi vor dem Mercedes-Duo Andreas Lutterbach/Marco Zabel (beide Simmerath).

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Quelle: RCN