18. September 2004: CHC 7. Lauf: 19. Rendezvous am Ring

Hauptkategorie: News
  • Wechselbad der Gefühle für Jörg Weber

Diesen siebten Lauf zum Castrol-HAUGG-Cup „Um die Willi Hieke Pokale“ wird Jörg Weber aus Kehrig so schnell nicht vergessen. Erst sprang der Ford Escort MkV RS 2000 des Piloten vom AC Mayen nicht an, dann wurde er als vermeintlicher Ausfall wegen einer Startnummerverwechselung via Lautsprecher gemeldet und schließlich wurde Weber Klassenzweiter und verliess als neuer Tabellenführer den Nürburgring. „Das geht ganz schön an die Nerven, morgen muß ich mal meine grauen Haare nachzählen“, meinte Jörg Weber dann auch bei der Siegerehrung. Zum zweiten Mal nach Spa-Francorchamps feierte Matthias Holle (Diez) mit dem Edgar Dören-Porsche 993 einen Gesamtsieg.

Bei optimalen Witterungsbedingungen und strahlendem Sonnenschein nahmen 86 Teams das „Rendezvous am Ring“ der Scuderia Plettenberg in Angriff. Einen spannenden Kampf um den Gesamtsieg lieferten sich Matthias Holle im Porsche 993, Frank Bierther (Bornheim) und Christian Rumland/Jochen Krumbach (Hamburg/Eschweiler) in ihren Porsche 996 GT3 sowie Wilhelm Dohmen/Jochen Krumbach (Aachen/Eschweiler) im BMW M3 E30 2,0. Bierther (30) und Rumland (20) kassierten gleich in der ersten Runde Strafsekunden. Holle übernahm zunächst die Führung doch Krumbach, der für den ersten Turn im BMW M3 2,0 Platz genommen hatte, drehte in der sechsten Runde eine phantastische 7.54 Minuten. Eine Rundenzeit, die für den Rest des Tages niemand mehr knacken sollte. Bierther kam mit 7.56 Minuten dem BMW-Piloten am nächsten.

Im zweiten Teil der 15 Runden-Distanz verpasste Krumbach, jetzt am Steuer von Rumlands Porsche, dann eine Sollzeit und bekam 130 Strafsekunden aufgebrummt. Mehr als der sechste Gesamtrang war für den KRS-Porsche nicht mehr möglich. Frank Bierther nahm Holle eine Sekunde nach der anderen ab, mußte sich dann aber im Ziel nach 312,45 Kilometern um eine (!) Sekunde geschlagen geben! Gesamtsieger Holle war somit auch bestes Specials-Fahrzeug, während Bierther vor dem Gesamtdritten und bisherigen Tabellenführer Hans-Rolf Salzer (Alpenrod) in der Gruppe F2005 die Nase vorn hatte.

Nachdem Krumbach mit dem KRS-BMW einen Vorsprung von 100 Sekunden in der Gruppe H/F bis 2000 ccm herausgefahren hatte, mußte Partner Wiljo Dohmen das Ergebnis nur noch nach Hause fahren. 64 Sekunden hatte das Duo schließlich Vorsprung auf Klaus und Julia Flint (beide Melle) im Tost-Honda Integra. Dritter wurde Udo Wachsmuth (Nachrodt) im VW Golf GTi vor Karl-Eduard Reinders (Mönchengladbach) im Niemeyer-Peugeot 205. Trotz dem bislang schlechtesten Saisonergebnis konnte Reinders in der Meisterschaft an Salzer vorbeiziehen und Platz zwei behaupten.

Von drei auf eins ist jedoch Jörg Weber vorgekommen. Bei den Specials bis 2000 ccm hatte der Ford Escort-Pilot zwar das Nachsehen gegenüber dem Markenkollegen Bastian Hüttinger aus Neuenstein. Aber Dank Platz zwei bei acht Startern konnte Weber an Salzer und Reinders vorbeiziehen. „Wir können Jörg Weber zu seinem Erfolg nur gratulieren“, strahlte auch Hankook-Rennleiter Manfred Sandbichler. „Mit Hankook-Reifen nach sieben Läufen Tabellenführer ist einfach nur schön. Wir werden Jörg auch bei den letzten beiden Läufen die bestmöglichen Reifen geben!“

Spannung bis zur letzten Runde auch bei den VLN-Serienwagen bis 1850 ccm. Schließlich hatten Ralf Grass/Torsten Kratz (Ueden/Mönchengladbach) im Löhmer-BMW 318iS mit drei Sekunden die Motorhaube vorn vor Ludger Henrich/Jürgen Schulten (Schmitten/Hamminkeln) im Opel Corsa Sport des Pink Power Performance Center.

Degener/Kehrberg können es doch noch
Der amtierende Michaela-Lochmann-Trophy-Meister Christof Degener aus Hattingen und der Bochumer Dirk Kehrberg haben das Siegen doch noch nicht verlernt. Nach einem bislang eher enttäuschenden Saisonverlauf feierten die beiden mit ihrem VW Golf GTi einen Gesamtsieg beim siebten Wertungslauf. Nach acht Runden auf der Nürburgring-Nordschleife mußte sich Tabellenführer Holger Träger (Bochum) knapp geschlagen geben. Mit diesem zweiten Platz bei den Specials bis 2000 ccm konnte Träger jedoch die Tabellenführer weiter ausbauen.

Nach zwei Siegen in Folge bei den Specials bis 1600 ccm kamen die Solinger Michael Drexelius und Bastian Teiwes im Opel Kadett D dieses Mal nur auf den dritten Platz. Guido Sälzer (Sprockhövel) feierte dafür den zweiten Saisonsieg, zog in der Tabelle an Drexelius/Teiwes vorbei und ist nun Nummer 1-Jäger von Holger Träger. Mit Platz zwei landete das VW Polo-Duo Andre Benninghoven und Björn Merg (Velbert/Wuppertal) ihr bestes MLT-Ergebnis.

Bei den Specials über 2000 ccm waren einmal mehr Andreas Lutterbach und Marco Zabel aus Simmerath im Mercedes-Benz 190E das Maß der Dinge. Glück im Unglück hatte Lars Rothfischer aus Sinsheim, der bei seinem MLT-Debüt seinen Peugeot 306 S16 gleich in der dritten Runde im Bereich der Hohen Acht aufs Dach legte, gottlob aber unverletzt blieb!

Zurück zur Übersicht 2004


Quelle: RCN