VLN 2. Lauf 2011 "36. DMV 4-Stunden-Rennen"

Hauptkategorie: NLS/VLN
  • 36. DMV 4-Stunden-Rennen
  • 2. Lauf VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2011
  • Veranstalter: RG Düren e.V. im DMV
  • Nordschleife und GP-Strecke (Kurzanbindung)
  • DMSB Reg.-Nr. 42/2011

Zeitplan*

Samstag, 30. April 2011
08:30-10:00 Uhr Zeittraining
11:20 Uhr Startaufstellung
12:00-16:00 Uhr Rennen | 4 Stunden
18:00 Uhr Siegerehrung im ring°boulevard

Das Rennen

Mercedes-Benz, Porsche und BMW auf dem Podium

Nürburgring. Chris Mamerow (Castrop-Rauxel) und Armin Hahne (Wimbach) feierten beim 36. DMV 4-Stunden-Rennen den ersten Mercedes-Benz-Sieg in der Saison 2011. Nach 28 Runden wurde das Duo im SLS AMG GT3 mit einem Vorsprung von 33,604 Sekunden auf die Zweitplatzierten Timo Bernhard (Dittweiler), Lucas Luhr und Romain Dumas (beide Schweiz) im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing abgewinkt. Platz drei ging an die Mannschaft von BMW-Motorsport. Dirk Müller (Schweiz), Dirk Werner (Würzburg) und Dirk Adorf (Michelbach) errangen im BMW M3 GT mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,614 Sekunden den letzten Podiumsrang. Das Nachsehen hatten Lance David Arnold (Duisburg), Christopher Brück (Köln) und Christian Frankenhout (Niederlande) im SLS AMG GT3 von Heico-Motorsport. Das Trio belegte Rang vier, markierte mit 8:18,927 Minuten aber immerhin die schnellste Rennrunde. Bei sonnigen Bedingungen nahmen 203 Rennfahrzeuge das DMV 4-Stunden-Rennen der Renngemeinschaft Düren in Angriff. Für Ex-DTM-Fahrer Armin Hahne war es der erste Sieg in einem VLN-Rennen überhaupt und der 38. Erfolg für ein Fahrzeug aus dem Hause Mercedes-Benz.

Bereits vor dem Rennen wurde deutlich, dass der Rennsieg nur über das Mamerow-Team gehen würde. In 8:13,730 Minuten fuhr Chris Mamerow im Zeittraining die Bestzeit. Von der Pole-Position aus gestartet, dominierte der SLS AMG GT3 das Geschehen an der Spitze. „Auch wenn es einfach ausgesehen hat – das war kein entspannter Sieg“, so Mamerow. „Wir mussten über die kompletten vier Stunden alles geben, denn unser Ziel ist es, Siege einzufahren.“ Sein erfahrener Teamgefährte Hahne ergänzte: „Unsere Arbeit im Team hat sich ausgezahlt. Wir haben am Freitag einen sechststündigen Test absolviert und dabei große Fortschritte in Sachen Fahrwerk und Bremse gemacht.“

Nach der Nullrunde der Manthey-Speerspitze beim VLN-Auftakt zeigte sich Bernhard mit Platz zwei zufrieden: „Das war für uns heute ein gutes Rennen. Nach vier Stunden ohne auch nur das geringste Problem ins Ziel zu kommen, war sehr wichtig. Mamerow war heute nicht zu schlagen.“ Adorf war nach seinem zweiten Stint überglücklich: „Ich habe mich extrem gefreut, dass es mir gelungen ist, in der letzten Runde die Angriffe des Heico-SLS abzuwehren. Ich musste in den letzten Runden richtig pushen, um den Podiumsplatz ins Ziel zu retten.“ Der zweite BMW M3 GT – mit Jörg Müller (Monaco), Augusto Farfus (Brasilien) und Pedro Lamy (Portugal) am Volant – wurde auf Platz fünf abgewinkt. Den schnellsten Audi R8 LMS pilotierten die Phoenix-Piloten Marc Basseng (Leutenbach), Frank Stippler (Bad Münstereifel) und Marcel Fässler (Schweiz) auf Platz sechs.

Hans-Joachim Stuck beendete das erste Rennen zusammen mit seinen beiden Söhnen Johannes und Ferdinand (alle Österreich) sowie Frank Kechele (Laufen) auf Platz 28. „Für uns stand im Vordergrund, Erfahrungen zu sammeln“, sagt der Altmeister. „Aus diesem Grund sind wir heute nicht auf Angriff gefahren.“ 26 Runden absolvierte die Familienbande im Lamborghini Gallardo von Reiter Engineering. Die ersten Testkilometer absolvierte der neue Golf24 aus dem Hause Volkswagen erfolgreich. Am Ende belegten Fredrik Ekblom (Schweden), Peter Terting (Börwang) und Franck Mailleux (Frankreich) Platz 20 in der Gesamtwertung. „Wir haben die ersten Erfahrungen im Renneinsatz gesammelt“, so Terting. „Nun geht das Testprogramm mit Ausblick auf das 24-Stunden-Rennen weiter.“

Geglückte Rennpremiere des weiterentwickelten Porsche 911 GT3 R Hybrid: Mit der ‚Version 2.0‘ des innovativen Hybrid-Rennwagens aus Weissach fuhren die Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld), Marco Holzer (Lochau) und Patrick Long (USA) auf den elften Platz. „Wir machen mit der 2011er-Version gute Fortschritte“, sagte Porsche-Sportchef Hartmut Kristen. „Bei einem weiteren Einsatz im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, werden wir zusätzliche Daten sammeln.“

Mit seinem zweiten Klassensieg in der stark besetzten Klasse der VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum mit Turbo hat Maik Rosenberg (Attendorn) die Tabellenführung übernommen. Zusammen mit Peter Terting pilotierte er den Volkswagen Scirocco von LMS Engineering und verwies die Konkurrenz auf die Plätze. Auf Rang zwei liegen nach zwei von zehn Rennen Carsten Knechtges (Mayen), Manuel Metzger (Rickenbach-Hütten) und Tim Scheerbarth (Dormagen), die ihrerseits mit dem BMW Z4 von Black Falcon zum zweiten Mal bei den VLN-Serienwagen bis 3.000 ccm Hubraum triumphierten.

Mit der 42. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy steht in zwei Wochen das erste von zwei 6-Stunden-Rennen der Saison auf dem Programm. Am 14. Mai wird dann die Erfolgsgeschichte der populärsten Breitensportserie Europas um ein neues Kapitel reicher.

Historisches Fahrerlager feierlich wiedereröffnet

Nach rund einem halben Jahr Restaurierungsarbeiten wurde im Rahmen des zweiten Laufes zur VLN Langstreckenmeisterschaft das historische Fahrerlager am Nürburgring wiedereröffnet. Zusammen mit den Fahrerlegenden Hans Herrmann und Erich Zakowski durchschnitten Kai Richter und Jörg Lindner von der Nürburgring Automotive GmbH das rote Band. „Es geht nicht einfach darum, auf den Zug der Geschichte zu springen, man muss auch wissen, wohin die Reise geht“, zitierte Richter die ehemalige EU-Kommissarin Edith Cresson in seiner Eröffnungsrede, und fügte hinzu: „Wir haben diesem Zug einen angemessenen Bahnhof gebaut und damit ein Zeichen gesetzt, dass historischer Motorsport auch in Zukunft eine Hauptrolle am Nürburgring spielen wird.“

36. DMV 4-Stunden-Rennen
Pole-Position #7, Chris Mamerow / Armin Hahne,
MAMEROW / ROWE Racing,
Mercedes-Benz SLS AMG GT3,
8:13.730 Min. = 177.685 km/h
Gestartet 203
Gewertet 140
Nicht gewertet 63
Sieger #7, Chris Mamerow / Armin Hahne,
MAMEROW / ROWE Racing,
Mercedes-Benz SLS AMG GT3,
4:05:01.495 Std. = 167.085 km/h
Schnellste Runde #19, Lance David Arnold / Christopher Brück / Frankenhout Christian,
Heico Motorsport GmbH,
Mercedes-Benz SLS AMG GT3,
8:18.927 Min. = 175.834 km/h in Rnd. 26

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kl. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Schnitt (km/h)
Rückstand
Schn.-Rnd. (Min.)
Schnitt (km/h)
in Runde
1 7 SP9 MAMEROW /
ROWE Racing
Chris Mamerow,
Armin Hahne
Mercedes-Benz
SLS AMG GT3
28 4:05:01.495
167.085
-
8:19.551
175.615
2
2 11 SP9 Manthey
Racing
TimoBernhard,
Lucas Luhr,
Romain Dumas
Porsche 911
GT3 R
28 4:05:35.099
166.704
33.604
8:21.258
175.016
2
3 43 E1XP BMW
Motorsport
Dirk Müller,
Dirk Werner,
Dirk Adorf
BMW M3 GT 28 4:06:14.368
166.261
1:12.873
8:22.964
174.423
27
4 19 SP9 Heico
Motorsport GmbH
Lance David Arnold,
Christopher Brück,
Christian Frankenhout
Mercedes-Benz
SLS AMG GT3
28 4:06:14.982
166.254
1:13.487
8:18.927
175.834
26
5 42 E1XP BMW
Motorsport
Jörg Müller,
Augusto Farfus,
Pedro Lamy
BMW M3 GT 28 4:06:35.306
166.025
1:33.811
8:24.000
174.064
2
6 28 SP9 Audi Sport
Team Phoenix
Marc Basseng,
Frank Stippler,
Marcel Fässler
Audi R8 LMS 28 4:07:33.336
165.377
2:31.841
8:21.560
174.911
27
7 48 SP7 Wochenspiegel
Team Manthey
Georg Weiss,
Oliver Kainz,
Michael Jacobs
Porsche 911
GT3
28 4:10:46.560
163.253
5:45.065
8:22.602
174.548
2
8 25 SP9 Audi Sport Team
Abt Sportsline
Christian Abt,
Luca Ludwig,
Christopher Mies
Audi R8 LMS 28 4:11:05.471
163.048
6:03.976
8:21.237
175.024
25
9 10 SP9 Manthey
Racing
Jochen Krumbach,
Marc Gindorf,
Philipp Wlazik
Porsche 911
GT3 R
28 4:11:23.125
162.857
6:21.630
8:33.079
170.984
17
10 27 SP9 PHOENIX
RACING
Christopher Haase,
Markus Winkelhock,
Marc Bronzel
Audi R8 LMS 28 4:11:48.089
162.588
6:46.594
8:32.210
171.274
26

Das vollständige Gesamtergebnis findet Ihr hier!

Newsflash-Video

Klassensieger

Kl. Gest./Gew. # Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Schnitt (km/h)
Schn.-Rnd. (Min.)
Schnitt (km/h)
in Runde
CUP2 9/5 100 - Rodney Forbes
Kai Riemer
Porsche 911 Cup 997 28 4:13:30.381
161.495
8:35.327
170.238
9
CUP3 26/18 678 - Jannik Olivo
Elmar Jurek
Renault Clio Cup 25 4:08:15.137
147.243
9:41.256
150.929
23
E1XP 3/3 43 BMW Motorsport Dirk Müller
Dirk Werner
Dirk Adorf
BMW M3 GT 28 4:06:14.368
166.261
8:22.964
174.423
27
H2 1/1 600 DMV e.V. Claus-Dieter Rusack
Holger Träger
VW Golf 23 4:07:05.013
136.105
10:06.600
144.623
2
H3 4/1 590 - Ulli Packeisen
Hubert Nacken
BMW M3 25 4:07:01.052
147.979
9:28.770
154.242
2
H4 3/2 568 - Johannes Paczynski
Heinz-Josef Bermes
Andreas Baier
Porsche 911 RSR 993 25 4:01:35.856
151.299
9:04.261
161.188
1
SP2T 5/3 366 sig-motorsport GmbH Ingo Gaupp
Steffen Schmid
BMW Mini 24 4:05:46.443
142.779
9:48.540
149.061
10
SP3 2/2 1 - Wolf Silvester
Rainer Kathan
Max Kuypers
BMW Z4 25 4:07:58.802
147.405
9:30.026
153.902
2
SP3T 22/15 301 LMS Engineering Maik Rosenberg
Peter Terting
VW Scirocco 26 4:03:30.095
156.121
8:53.263
164.512
15
SP4 1/1 218 - Lutz Herz
Roland Mühlbauer
Michael Pingel
BMW 325i 23 16:08:06.271
34.737
9:47.878
149.229
21
SP4T 3/2 232 FH Köln Motorsport e.V. Daniela Schmid
Anja Wassertheurer
Benjamin Koske
Ford Focus RS 25 4:06:20.250
148.388
9:22.951
155.837
22
SP5 9/8 210 - Thomas Kappeler
Harald Hennes
Thomas Gerling
BMW M3 26 4:06:39.789
154.120
9:02.348
161.757
2
SP6 5/3 171 MSC Rhön e.V. im AvD Wolfgang Kudrass
Christian Leutheuser
Daniel Keilwitz
BMW M3 25 4:07:50.297
147.489
9:03.805
161.323
18
SP7 13/8 48 Wochenspiegel Team Manthey Georg Weiss
Oliver Kainz
Michael Jacobs
Porsche 911 GT3 28 4:10:46.560
163.253
8:22.602
174.548
2
SP8 7/3 126 Aston Martin Test Centre Chris Porritt
Richard Meaden
Peter Cate
Aston Martin Vantage 26 4:22:03.525
145.065
8:56.645
163.476
2
SP8T 1/1 134 Volkswagen Motorsport Frederik Ekblom
Peter Terting
Franck Mailleux
VW Golf GT 24 27 4:11:09.924
157.178
8:37.217
169.616
23
SP9 21/14 7 MAMEROW / ROWE Racing Chris Mamerow
Armin Hahne
Mercedes-Benz SLS AMG GT3 28 4:05:01.495
167.085
8:19.551
175.615
2
SP10 7/5 150 Team Mathol Racing Wolfgang Weber
Norbert Bermes
Rickard Nilsson
Aston Martin V8 Vantage 26 4:11:30.708
151.149
9:04.987
160.973
3
V2 5/4 490 - Günter Memminger BMW 318is 23 4:06:52.775
136.217
10:22.609
140.904
11
V3 7/4 480 - Alexander Mies
Axel Burghardt
Jens Moetefindt
BMW 320 si 23 4:09:03.834
135.022
10:22.723
140.879
6
V4 11/10 433 - Markus Schmickler
Guido Strohe
Lars Heisel
BMW 325i 24 4:07:58.111
141.515
10:03.797
145.295
18
V5 16/11 396 BLACK FALCON TEAM TMD FRICTION Carsten Knechtges
Manuel Metzger
Tim Scheerbarth
BMW Z4 25 4:10:38.378
145.841
9:40.317
151.173
2
V6 15/11 382 - Thomas Koll
Jörg Viebahn
Porsche Cayman 25 4:08:35.588
147.041
9:26.086
154.974
VD1T 3/2 545 Peugeot RCZ Team Nokia Michael Bohrer
Stephane Caillet
Jürgen Nett
Peugeot RCZ HDi 23 4:04:05.104
137.777
10:05.103
144.981
14
VD3T 2/1 535 - Günter Beckers
Bob Wolletz
Martin Gaus
BMW 335d GTR 21 4:00:37.277
127.607
9:34.837
152.614
2
VT2 2/2 470 FLEPER MOTORSPORT Marcel Hoppe
Harald Thönnes
VW Scirocco R 23 4:07:27.914
135.895
10:02.566
145.591

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Quelle: VLN-Media
Video: Youtube/VLN
* Auszug aus dem Programmheft "Racing News", Zeiten können abweichen