VLN 10. Lauf 2011 „36. DMV Münsterlandpokal“

Hauptkategorie: Rennberichte
in VLN
  • 36. DMV Münsterlandpokal
  • 10. Lauf VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2011
  • Veranstalter: MSC Münster e.V. DMV
  • Nordschleife und GP-Strecke (Kurzanbindung)
  • DMSB Reg.-Nr.: 292/2011

Zeitplan*

Samstag, 29. Oktober 2011
07:45 Uhr Fahrerbesprechung
08:30 Uhr Zeittraining | 90 Minuten
11:25 Uhr Startaufstellung
11:40 Uhr Einführungsrunde
12:00 Uhr Start Rennen | 4 Stunden
16:00 Uhr Zieleinlauf
18:00 Uhr Siegerehrung

Das Rennen

Black Falcon sichert sich den dritten Meistertitel

Nürburgring. Der Jubel im Team Black Falcon kannte keine Grenzen. Die neuen Meister der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring heißen Carsten Knechtges (Mayen), Manuel Metzger (Rickenbach-Hütten) und Tim Scheerbarth (Dormagen). Das junge Fahrertrio sicherte dem Rennstall aus Kelberg in der Eifel nach 2008 und 2009 den dritten Titel. Zwei weitere Pokale gingen ebenfalls an Black Falcon, denn neben der Meisterschaftswertung entschieden Knechtges / Metzger / Scheerbarth auch den VLN-Serienwagen-Cup sowie die VLN-Junior-Trophäe für sich. Bei strahlendem Sonnenschein feierten Marc Basseng (Leutenbach), Christopher Mies (Heiligenhaus) und Michael Ammermüller (Pocking) den zweiten Sieg eines Audi R8 LMS. Schlussfahrer Basseng überquerte die Ziellinie mit einem Vorsprung von 59,225 Sekunden vor den zweitplatzierten Chris Mamerow (Castrop-Rauxel) und Armin Hahne (Wimbach) im SLS AMG GT3 von Mamerow-Racing. Als Dritte feierten Edward Sandström (Schweden), Nico Bastian (Frankfurt) und Hendrik Vieth (Leer) den zweiten Podiumsrang 2011 für den BMW Z4 GT3 des Need for Speed Team Schubert.

Black Falcon hat mit dem dritten Triumph zu dem etablierten VLN-Team Bonk-Motorsport aufgeschlossen, das in der Vergangenheit ebenfalls drei Titel für sich verbuchen konnte. „Großartig“, strahlte Teamchef Alex Böhm, der 2008 und 2009 noch selber am Volant des Meisterautos gesessen hatte. „Natürlich sind wir zu Beginn des Jahres angetreten, um bei der Meisterschaftsentscheidung ein Wörtchen mitreden zu können. Aber dass die drei Jungs am Ende so souverän gewinnen würden – damit konnten wir bei der starken Konkurrenz nicht rechnen. Ein toller Erfolg für Carsten, Manuel und Tim. Und natürlich auch für unsere Teammitglieder, die unermüdlich für den Erfolg gearbeitet haben.“ Für die drei Nachwuchsracer ist der Gewinn der Meisterschaft ein erster großer Meilenstein ihrer motorsportlichen Laufbahn. „In der Langstreckenmeisterschaft am Ende ganz oben zu stehen, bedeutet mir sehr viel“, sagte Scheerbarth und Teamkollege Metzger ergänzte: „Wir haben auf der schönsten und schwierigsten Rennstrecke der Welt eine Reihe erfahrener Piloten hinter uns gelassen.“ Welche Möglichkeiten sich den neuen Titelträgern nun auftun können, zeigt nicht zuletzt die Laufbahn von Christer Jöns (Ingelheim), der mit Black Falcon zwei Mal in Folge die Junior-Wertung für sich entscheiden konnte. In der Saison 2011 war Jöns für das Audi Team Abt Sportsline im ADAC GT Masters am Start. „Ich bin gespannt, wie es jetzt weitergeht“, sagte Knechtges. „Mit dem Titel in der Tasche hoffe ich, auch in der kommenden Saison ein gutes Cockpit zu finden.“

Nachdem sie beim Saisonfinale von den beiden VLN-Geschäftsführern Dietmar Busch (Radevormwald) und Karl Mauer (Ahütte) symbolisch die Startnummer eins übergeben bekommen haben, werden Knechtges, Metzger und Scheerbarth am 10. Dezember im Dorint Hotel am Nürburgring im Rahmen der großen VLN-Jahressiegerehrung ihre Trophäen in Empfang nehmen. Dann werden auch die beiden Renault-Clio-Fahrer Dominik Brinkmann (Dortmund) und Stephan Epp (Wuppertal) für ihren zweiten Platz in der Meisterschaft geehrt. Auf dem dritten Rang beendeten die Vorjahresmeister Mario Merten (Nürburg) und Wolf Silvester (Nürnberg) im BMW von Bonk-Motorsport die Saison 2011.

Von der Pole-Position aus gestartet, schied der zuletzt zweifach siegreiche Manthey-Porsche nach 14 Runden mit Lucas Luhr (Schweiz) und Marc Lieb (Ludwigsburg) am Steuer vorzeitig aus. Luhr klagte über mangelnden Vortrieb. Bastian übernahm im Schubert Z4 zeitweise die Führung. „Das war ein tolles Gefühl, bei meinem ersten Einsatz auf einem GT3-Fahrzeug das Rennen anzuführen“, sagte der frisch gebackene Champion der Mini-Challenge. „Der Z4 ist ein richtig tolles Rennauto, das mir auf der Nordschleife viel Spaß gemacht hat – und vor allem Lust auf mehr.“ Aufgrund einer abweichenden Boxenstrategie ging die Führung schließlich an das Phoenix-Team, dass diese bis zum Erreichen der vier Stunden Renndistanz nicht mehr hergab. „Der Sieg ist für Audi wirklich eine Erlösung“, sagte Basseng. „Viele Menschen haben jede Menge Energie in das Projekt gesteckt und es nun verdient, dafür auch den Erfolg zu ernten. Für mich war das Rennen am Ende alles andere als einfach – ich musste wirklich alles geben.“ Das Mamerow-Team konnte mit dem SLS nicht an die Performance des R8 heranreichen. „Ein erneuter zweiter Platz zum Saisonabschluss ist wunderbar“, sagte Hahne. „Wir hätten natürlich gerne ganz oben auf dem Podium gestanden, aber dazu war der Audi heute einfach zu stark.“ Hinter dem Spitzentrio betrieben Mike Stursberg (Wermelskirchen) und Richard Westbrook (Großbritannien) im Haribo-Porsche Schadensbegrenzung für das Manthey-Team. Auf Platz fünf landete nach 28 Runden der SLS AMG GT3 von ROWE-Racing mit den Fahrern Alexander Roloff (Berlin), Hubert Haupt (München) und Roland Rehfeld (Blankenfelde).

36. DMV Münsterlandpokal
Pole-Position #11, Lucas Luhr / Marc Lieb,
Manthey Racing,
Porsche 911 GT3 R,
8:04.471 Min. = 181.081 km/h
Gestartet 157
Gewertet 106
Nicht gewertet 51
Sieger #28, Marc Basseng / Christopher Mies / Michael Ammermüller,
PHOENIX RACING,
Audi R8 LMS,
4:00:50.515 Std. = 169.987 km/h
Schnellste Runde #11, Lucas Luhr / Marc Lieb,
Manthey Racing,
Porsche 911 GT3 R,
8:11.194 Min. = 178.602 in Rnd. 5

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kl. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Schnitt (km/h)
Rückstand
Schn.-Rnd. (Min.)
Schnitt (km/h)
in Runde
1 28 SP9 PHOENIX RACING Marc Basseng,
Christopher Mies,
Michael Ammermüller
Audi R8 LMS 28 4:00:50.515
169.987
-
8:13.034
177.936
5
2 7 SP9 MAMEROW / ROWE Racing Christian Mamerow,
Armin Hahne
Mercedes-Benz SLS
AMG GT3
28 4:01:49.740
169.293
59.225
8:15.116
177.188
21
3 6 SP9 Need for Speed Team Schubert Edward Sandström,
Nico Bastian,
Hendrik Vieth
BMW Z4 GT3 28 4:02:05.456
169.110
1:14.941
8:15.561
177.028
2
4 8 SP9 HARIBO Team Manthey Mike Stursberg,
Richard Westbrook
Porsche 911 GT3 R 28 4:04:45.394
167.268
3:54.879
8:22.129
174.713
6
5 15 SP9 ROWE RACING Alexander Roloff,
Hubert Haupt,
Roland Rehfeld
Mercedes-Benz SLS
AMG GT3
28 4:05:31.590
166.743
4:41.075
8:21.470
174.942
8
6 2 SP9 BLACK FALCON Andrii Lebed,
Stephan Rösler,
Hannes Plesse
Mercedes-Benz SLS
AMG GT3
28 4:07:56.076
165.124
7:05.561
8:27.278
172.939
6
7 6 SP9 Need for Speed Team Schubert Claudia Hürtgen,
Marko Hartung,
Dirk Adorf
BMW Z4 GT3 28 4:10:08.928
163.662
9:18.413
8:27.176
172.974
11
8 10 SP9 Manthey Racing Jochen Krumbach,
Oliver Kainz,
Arno Klasen
Porsche 911 GT3 R 27 4:01:04.230
163.760
1 Runde
8:16.593
176.661
18
9 13 SP9 ROWE RACING Michael Zehe,
Klaus Rader,
Marco Schelp
Mercedes-Benz SLS
AMG GT3
27 4:01:53.226
163.207
1 Runde
8:34.091
170.648
11
10 100 CUP2 - Kai Riemer,
Rodney Forbes
Porsche 911 GT3 Cup 997 27 4:04:06.614
161.721
1 Runde
8:30.436
171.870
6

Das vollständige Gesamtergebnis findet Ihr hier!

Newsflash-Video

Klassensieger

Kl. Gest./Gew. # Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Schnitt (km/h)
Schn.-Rnd. (Min.)
Schnitt (km/h)
in Runde
CUP2 5/3 100 - Kai Riemer
Rodney Forbes
Porsche 911 GT3 Cup 997 27 4:04:06.614
161.721
8:30.436
171.870
6
CUP3 22/15 676 - Rennsemmel
Jürgen Peter
Renault Clio Cup 25 4:05:05.110
149.146
9:29.656
154.002
2
H2 4/3 598 - Tim Neuser
Sönke Glöde
BMW 318 is 22 4:04:33.912
131.528
10:43.996
136.225
4
H3 3/2 579 BLACK FALCON TEAM TMD FRICTION Andreas Schall
Ralf Schall
Mercedes-Benz 190E 25 3:57:02.533
154.207
8:55.821
163.727
SP2T 1/1 366 sig-motorsport GmbH Ingo Gaupp
Steffen Schmid
Jürgen Bretschneider
BMW Mini 22 3:58:47.797
134.705
9:46.582
149.559
6
SP3 4/4 244 - Markus Fugel
Uwe Wächtler
Honda Civic Type R 24 3:55:55.641
148.738
9:28.293
154.372
10
SP3T 14/8 333 Raeder Motorsport Elmar Deegener
Jürgen Wohlfarth
Christoph Breuer
Audi TT S 26 4:00:14.807
158.236
8:51.207
165.149
20
SP4 2/1 218 - Thomas Kugelmann
Roland Mühlbauer
BMW 325i 24 4:01:48.434
145.121
9:39.291
151.441
10
SP4T 2/1 233 - Stephan Wölflick
Urs Bressan
Ford Focus RS 24 4:00:37.734
145.832
9:36.865
152.078
21
SP5 4/3 188 MSC Rhön e.V. im AvD Wolfgang Kudrass
Alexander Schula
Christian Leutheuser
BMW M3 25 4:02:54.905
150.479
8:56.245
163.598
4
SP6 7/3 169 Dörr Motorsport GmbH Rudi Adams
Stefan Aust
Uwe Ebertz
BMW Z4 27 4:08:52.736
158.622
8:41.277
168.295
7
SP7 10/8 51 - Arvid Steinberg
Ralf-Peter Bonk
Tobias Neuser
Porsche 911 GT3 Cup 997 27 4:07:24.897
159.561
8:44.562
167.241
5
SP8 4/4 125 - Tobias Guttroff
Joachim Kiesch
Andreas Möntmann
Chevrolet Corvette 26 4:06:03.091
154.503
8:56.490
163.523
19
SP8T 1/1 133 Götz Motorsport Axel Duffner
Patrik Kaiser
Christian Kohlhaas
Audi RS4 25 4:01:51.500
151.136
9:16.167
157.738
13
SP9 16/10 28 PHOENIX RACING Marc Basseng
Christopher Mies
Michael Ammermüller
Audi R8 LMS 28 4:00:50.515
169.987
8:13.034
177.936
5
SP10 7/5 150 Team Mathol Racing Wolfgang Weber
Norbert Bermes
Rickard Nilsson
Aston Martin Vantage V8 GT4 26 4:07:37.057
153.526
9:02.317
161.766
7
V2 4/4 490 - Günter Memminger
Stefan Memminger
BMW 318is 22 3:57:51.563
135.236
10:28.482
139.588
15
V3 5/3 477 - Frank Kuhlmann
Mark Giesbrecht
Frank Neugebauer
Honda Civic Type R 23 4:06:40.097
136.334
10:20.328
141.423
6
V4 12/4 1 - Wolf Silvester
Mario Merten
BMW 325i 24 4:03:18.493
144.226
9:53.939
147.706
2
V5 11/7 400 Team DMV e.V. Mathias Unger
Daniel Zils
BMW Z4 25 4:07:28.101
147.710
9:31.044
153.628
2
V6 10/7 376 BLACK FALCON TEAM TMD FRICTION Steve Jans
Sean Paul Breslin
Philipp Leisen
BMW M3 25 4:03:06.722
150.357
9:19.421
156.820
12
VD1T 2/2 545 Peugeot RCZ Team Nokia Michael Bohrer
Stephane Caillet
Jürgen Nett
Timo Frings
Peugeot RCZ HDi 23 3:56:31.371
142.182
9:48.304
149.121
7
VT2 4/2 466 - Axel Jahn
Thomas Schulte
Raphael Hundeborn
Opel Astra OPC 16 4:08:17.748
94.219
10:09.187
144.009
4

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Quelle: VLN-Media
Video: Youtube/VLN
* Auszug aus dem Programmheft "Racing News", Zeiten können abweichen