VLN

Die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ist eine Breitensport-Rennserie und wird seit dem Jahr 1977 auf der Nürburgring-Nordschleife und aktuell der Kurz­anbindung der Grand-Prix-Strecke ausgetragen, bis 2000 allerdings unter der Bezeich­nung Langstreckenpokal.

Fahrer unterschiedlichster Fahrzeuge – vom serien­mäßigen Auto bis zum reinrassigen Rennfahrzeug – treten in verschiedenen Klassen gegen­einander an. Übergeordnet sind vier Wertungsgruppen: VLN-Specials, VLN-Serienwagen, Gruppe-H-Fahrzeuge und Cup-Fahrzeuge. Die ersten drei Gruppen sind dabei abhängig vom Hubraum in Klassen unterteilt.

Während es sich bei den Specials zumeist um ausgewachsene Rennfahrzeuge mit aerodynamischen Modifikationen handelt, machen die Produktionswagen ihrem Namen alle Ehre. Die einzige Unterscheidung vom Straßenfahrzeug sind vorgeschriebene Sicherheitseinrichtungen sowie Änderungsmöglichkeiten z.B. im Bereich des Fahrwerks. In der Gruppe H kommen Fahrzeuge bis einschließlich 2003 zum Einsatz. Sie sind bei den Zuschauern äußerst beliebt und stellen nicht selten unter Beweis, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Die sportliche Krönung sind die Cup-Klassen, wo weitestgehend identische Rennfahrzeuge gegeneinander antreten. Hier steht das fahrerische Können über der Technik.

Die Rennen dauern vier bzw. sechs Stunden und finden auf der Nord­schleife in Verbindung mit der Sprintstrecke (Kurzanbindung) des Grand-Prix-Kurses statt. Im Schnitt sind bei einem Rennen oft mehr als 175 Fahrzeuge am Start, die in der Regel von mehreren Fahrern pilotiert werden, die sich am Steuer abwechseln.

Das "V "in VLN wurde früher oft mit den langjährigen Sponsoren Valvoline bzw. später Veedol in Verbindung gebracht, bevor von 2001 bis 2009 der Reifenhersteller BFGoodrich Namensgeber wurde. Zudem wurde 2001 der Serie vom Deutschen Motor Sport Bund der Status einer Meisterschaft verliehen. Die Serie hieß forthin „BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring“ (BFGLM), ab 2010 „VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring“.

Die Rennen sind äußerst zuschauerfreundlich. Alle Zuschauer können problemlos die Boxen betreten und die Teams und Fahrer direkt bei ihrer Arbeit beobachten. Der Eintritt an der Strecke ist frei, nur für das Fahrerlager muss gezahlt werden, aber auch hier sind die Preise sehr familienfreundlich.

Ausführliche Informationen finden Sie unter www.vln.de.

Foto: VLN